Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I

Neues WBGU-Sondergutachten

Publikation
  • News 19.12.2016

Im Jahr 2015 gelang ein historischer Doppelerfolg für die Nachhaltigkeits- und Klimapolitik. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren Sustainable Development Goals (SDGs) und das Überein­kommen von Paris zum Klimaschutz ­definieren ein ehrgeiziges globales Zielsystem. Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) sollte jetzt die Umsetzung beider Abkommen ent­schlossen vorantreiben und die Große Transformation zur Nachhaltigkeit als einzigartiges Modernisierungsprojekt wahrnehmen, das erhebliche ökonomische Entwicklungschancen bietet. Hierzu übergab der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), dem auch Prof. Dr. Uwe Schneidewind angehört, am 13. Dezember das Sondergutachten mit dem Titel "Entwicklung und Gerechtigkeit durch Transformation: Die vier großen I" an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

So sei etwa die zur Vermeidung der größten Klimarisiken erforderliche vollständige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft nur mit einem tiefgreifenden Wandel der Energiesysteme und anderer emissionsintensiver Infrastrukturen umsetzbar, heißt es in dem Gutachten. Die Transformation ­inspiriere Innovationen und lenke Investitionen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz, u. a. in die auf- und auszubauenden nachhaltigen ­Infrastrukturen. Gleichzeitig könne die Transformation genutzt werden, um Ungleichheit zu bekämpfen, also die Inklusion innerhalb der Gesellschaften wie auch global voranzubringen, und so zum Gerechtigkeitsprojekt werden. 

Das komplette Gutachten steht zum freien Download zur Verfügung. Erstmalig finden Sie auch die Hauptbotschaften des Gutachtens kurz zusammengefasst. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des WBGU.