Energiesuffizienz - Strategien und Instrumente für eine technische, systemische und kulturelle Transformation zur nachhaltigen Begrenzung des Energiebedarfs im Konsumfeld Bauen/Wohnen

  • Projekt-Nr. 3267
  • Laufzeit 06/2013 - 05/2016

In den letzten Jahrzehnten wurden erhebliche Verbesserungen der Energieeffizienz erreicht, gleichzeitig aber keine ausreichende Reduktion des absoluten Energieverbrauchs, da erzielte Effizienzverbesserungen technischer Geräte und Systeme durch neue Technologien, Funktionen, Anwendungsgebiete, zunehmende Wünsche, Komfortansprüche oder durch Ausweitung der Produktion und Dienstleistungen aufgezehrt oder überkompensiert wurden. Das Projekt "Energiesuffizienz" zielt daher auf die Frage, wie energieverbrauchsrelevante Bedarfe wie Fläche beheizter und beleuchteter Räume, Größe von Bildschirmen etc. im Konsumfeld Bauen/Wohnen begrenzt werden können. Dazu wird zunächst der Forschungs- und Diskussionsstand aufgearbeitet. In einem zweiten Schritt erfolgt eine Entwicklung und Akzeptanzanalyse Suffizienz-strategischer Ansätze in den Bereichen Geräte, Stromverbrauch und Urbane Dienstleistungen mit verschiedenen methodischen Ansätzen (Design Thinking/Open Innovation workshops, Fokusgruppen, Umfragen, Datenerhebung). Aus diesen empirischen Erkenntnissen und einer Hemmnis- und Anreizanalyse werden schließlich Governance-Leitlinien für Energiesuffizienz-Politiken abgeleitet und integrierte Politikansätze entwickelt, die abschließend einer juristischen Machbarkeitsprüfung unterzogen werden. Im Rahmen der Transitions-Forschung am Wuppertal Institut richtet dieses Projekt den Fokus, neben den wichtigen Aspekten Effizienz und Konsistenz, auf die Suffizienz, die sich zunehmend als ebenfalls zentral für das Erreichen der energiepolitischen Ziele herausstellt.


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