Minderungsverpflichtungen und faire Lastenteilung in einem neuen umfassenden Klimaschutzabkommen ab 2020

  • Projekt-Nr. 2281
  • Laufzeit 08/2013 - 05/2016

Im Jahr 2011 hat sich die internationale Gemeinschaft unter der UNFCCC in Durban darauf verständigt, Verhandlungen für ein neues Klimaschutzabkommen aufzunehmen und bis 2015 zum Abschluss zu bringen, das bis spätestens 2020 in Kraft treten soll. Darin sollen unter anderem verbindliche Minderungsverpflichtungen für Industrie- und erstmals auch für Schwellen- und Entwicklungsländer enthalten sein. Die Struktur und die Inhalte, insbesondere das Ambitionsniveau, dieser Minderungsverpflichtungen sind noch offen. Das Vorhaben soll vor diesem Hintergrund die Bundesregierung darin unterstützen, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Formen von Verpflichtungen zu bewerten, sowie einzuschätzen, welcher Grad an Anstrengung von 15 noch auszuwählenden Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet werden kann.

Im Detail enthält das Projekt die folgenden Bestandteile:

  • Eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Literatur zu möglichen Verpflichtungsformen und Regime-Architekturen sowie deren jeweiligen Vor- und Nachteilen;
  • Eine quantitative Modellierung des in den ausgewählten Ländern verfügbaren Emissionsminderungspotenzials;
  • Eine Berechnung "fairer Anteile" auf Grundlage verschiedener Vorschläge zum internationalen "effort sharing";
  • Eine Untersuchung der inländischen klimapolitischen Rahmenbedingungen in den ausgewählten Ländern, um die politische Machbarkeit ehrgeiziger Verpflichtungen zu bewerten.