FLOW

Furthering Less Congestion by Creating Opportunities for More Walking and Cycling

  • Projekt-Nr. 250079
  • Laufzeit 05/2015 - 04/2018

Die derzeit etablierten Methoden zur Verkehrsnachfrage- und Verkehrsflussmodellierung reflektieren zu wenig die Rolle von Fuß- und Fahrradverkehr bei der Stauvermeidung, denn erst seit kurzem sind Analysetechniken vorhanden, um Fuß- und Radverkehr adäquat wiederzugeben. Deshalb ziehen nur die wenigsten Städte als Mittel zur Reduktion von Stau Maßnahmen zur Förderung von Fuß- und Radverkehr in Erwägung. FLOW will dazu beitragen, das Verständnis der in den Feldern Mobilität und Verkehr tätigen Menschen und der Politik in Europa über die Vorteile von Fuß- und Radverkehr bei der Stauvermeidung zu verbessern. Dabei geht es darum, Fuß- und Radverkehr auf die gleiche Ebene professioneller (mobellbasierter) Wirkungsanalyse wie motorisierten Verkehr zu heben. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt das Projekt hat einen dreiphasigen Ansatz:

1) Erstellung einer Methode und eines Portfolios: FLOW wird ein innovatives quantitatives und qualitatives Verständnis des Stauvermeidungspotenzials einer Reihe von Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen entwickeln. Dieses wird als wissenschaftliche Basis dienen, um das neue Paradigma zu entwickeln, Maßnahmen zur Förderung von Fuß- und Radverkehr gleichberechtigt mit anderen Maßnahmen zur Stauvermeidung zu behandeln. Das Wuppertal Institut leitet das Arbeitspaket, in welchem die Methode entwickelt wird.

Die FLOW Methode wird als Grundlage für das neue Paradigma dienen, in dem Maßnahmen zur Förderung von Fuß- und Radverkehr als Stauvermeidungsmaßnahmen verwendet werden. In einem ersten Schritt wird die Definition von Stau erweitert, um sich vom derzeitigen Fokus auf Reisezeit zu entfernen und zusätzliche Aspekte wie etwa Zuverlässigkeit und Erreichbarkeit einzuführen. Diese weiterentwickelte Definition kann dann in makroskopische Verkehrsplanungssoftwares integriert werden. In FLOW wird dies anhand von PTV VISUM geschehen. Die mikroskopischen Verkehrsplanungslösungen PTV VISSIM und PTV VISWALK werden ebenfalls erweitert, um die FLOW Maßnahmen in den sechs FLOW Partnerstädten in der Simulation und tatsächlich umzusetzen.

2) Szenarien and erste Umsetzung: Das neue Paradigma wird in den FLOW Partnerstädten und weiteren Städten zum Wissensaustausch eingesetzt und beworben, in dem die FLOW Methode und die FLOW Tools zur Analyse der Wirkung von Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen auf Stauvermeidung angewendet werden. Das Wuppertal Institut begleitet die Stadt Sofia bei der Umsetzung einer Kampagne, die Pendeln mit dem Fahrrad bewirbt, und führt die Wirkungsanalyse durch.

3) Markteinführung und Verwertung: Die Ergebnisse werden über ganz Europa eingeführt und umgesetzt, indem Wissen und Erfahrung über die Möglichkeiten von Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen zur Bekämpfung von Stau weitergegeben werden.


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