Klimawandel begrenzen

Die fossile Ära beenden, den Klimawandel unter 2° Celsius stoppen – das ist machbar mit dem Engagement vieler Akteure in Ländern, Städten und Unternehmen, einer fairen, internationalen Klimapolitik und einem CO2-armen Lebensstil.

Die globale Erderwärmung soll deutlich unter 2° Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau gehalten werden, darin ist sich seit dem UN-Klimagipfel in Paris die Weltgemeinschaft einig, denn sonst kommen auf uns nicht mehr beherrschbare Veränderungen des Erdsystems zu. Das entscheidende Mittel dafür ist, die von Menschen verursachten klimaschädlichen Emissionen radikal zu senken, insbesondere bei denen, deren Einträge in die Atmosphäre am höchsten sind.

Demonstration Klimagipfel 2015
"Befreit uns von der fossilen Abhängigkeit", heißt es auf dem Schild der Demonstranten während des Klimagipfels im Dezember 2015 in Paris. Foto: Vincent Boisot / Riva Press / laif
Fairness und Vorbilder

Doch wie kann ein effektives und faires internationales Klimaregime gestaltet werden? Denn für Staaten, Regionen oder Städte gilt, die Anstrengungen zu intensivieren und gleichzeitig, die schwächsten Staaten zu unterstützen und zu ermutigen, eine post-fossile Entwicklung einzuschlagen. Das Wuppertal Institut untersucht, welche Mechanismen und Instrumente dafür am geeignetsten sind.

Wirtschaft dekarbonisieren

Für Industrie- und auch Schwellenländer heißt es, die Weichen dafür zu stellen, dass um 2050 der CO2-Ausstoß gegen Null geht und unser Energiesystem weitgehend "dekarbonisiert" ist. Die Ära von Kohle, Öl und Gas als Basis unserer Wirtschaft wird spätestens dann ein Ende haben müssen. Die Welt wird Mitte des Jahrhunderts eine andere sein. Und: der Übergang dahin hat längst begonnen, muss aber weiter an Tempo gewinnen. Das Wuppertal Institut zeigt, wie der Systemwechsel gelingen kann.

Gewinner Klimaschutz

Letztlich wird der Wandel nur gelingen, wenn alle Seiten dazu beitragen. Viele sind unterwegs mit ehrgeizigen Klimaschutzzielen und großem Engagement. Das Wuppertal Institut unterstützt die Akteure in Ländern und Kommunen mit Konzepten und Strategien, die mehr leisten als die Reduktion von Emissionen. Denn sie stellen sicher, dass der Weg nachhaltig und richtungssicher ist, dass Wirtschaft und Bevölkerung mitgenommen und zu Gewinnern des Wandels werden.

Anpassung und Lebensstil

Doch der Klimawandel hinterlässt Spuren, die in manchen Weltgegenden verheerend sind und selbst in Mitteleuropa Schäden in Milliardenhöhe verursachen. Ein klimagerechter Umbau von Infrastrukturen muss dies mit in den Blick nehmen.

 

Letztlich gehören zum effektiven Klimaschutz mehr als neue Energieträger oder innovative Technologien. Was und wie viel wir konsumieren, woraus und wie die Dinge, die wir nutzen, hergestellt sind, all das beeinflusst tagtäglich unser Klima. Ein Lebensstil, der das beachtet, braucht Unterstützung durch Information und Transparenz, klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen, schließlich durch Anstoß, Bestätigung und Belohnung durch die Politik. Auch daran forscht das Wuppertal Institut.

Kontakt

Christiane Beuermann

Stellv. Forschungsgruppenleiterin

Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik

Tel.: +49 202 2492-329

Fax: +49 202 2492-250

christiane.beuermann@wupperinst.org

Manfred Fischedick

Vom Klimaschutz profitieren viele – denn die Maßnahmen sind häufig mit erheblichem Zusatznutzen verbunden, wenn sie auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz setzen. Dies gilt beispielsweise für die Verbesserung der Luftqualität, eine verstärkte Teilhabe durch einen einfacheren Zugang zu Energie, das Schaffen neuer Arbeitsplätze und Geschäftsfelder sowie geringere Abhängigkeit von Brennstoff­importen und damit erhöhte Versorgungs­sicherheit.

 

Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick
Vizepräsident

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