Nachhaltigkeitsforschung in und für NRW

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste und wirtschaftsstärkste Bundesland. Der Ballungsraum Rhein-Ruhr gehört mit 10 Millionen Menschen zu den 30 größten Metropolregionen der Welt mit wichtigen Schlüsselindustrien.

Durch seine zentrale Lage zählt Nordrhein-Westfalen zu den verkehrstechnisch am dichtesten erschlossenen Räumen Europas. In keinem Bundesland ist der Kohlendioxidausstoß absolut wie pro Kopf gesehen so hoch wie in Nordrhein-Westfalen. So gilt das rheinische Braunkohlerevier mit seinen vier Kraftwerk-Standorten als die größte CO2-Quelle Europas.

Essen wird Europas Grüne Hauptstadt
Essen wird Europas Grüne Hauptstadt 2017. Damit hat erstmalig in der Geschichte der Green Capitals eine Stadt der Montanindustrie den Titel gewonnen. Die erfolgreiche Transformationsgeschichte einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt in Nordrhein-Westfalen ist Vorbild für viele Städte Europas im Strukturwandel. Im Bild ein neues grünes Wohngebiet. Foto: TBE/Thinkstock

Der sich vollziehende Strukturwandel von der Schwerindustrie zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft führt zu einem Rückgang der CO2-Emissionen. Dies allein reicht aber nicht, er muss begleitet werden durch den Aufbau einer ressourcenleichten und CO2-armen Wirtschafts- und Industriestruktur. Gelingt es in diesem industriellen Kernland eine Blaupause für post-fossile Entwicklungspfade zu entwickeln, dürfte damit eine sehr hohe Multiplikationsfunktion verbunden sein – national wie international.

Bereits seit seiner Gründung durch das Land NRW liegt ein Schwerpunkt des Wuppertal Instituts in der Erforschung von Nachhaltigkeitsstrategien für Nordrhein-Westfalen. Dazu zählen systemanalytische Studien ebenso wie zahlreiche konkrete Pilotprojekte, wie die energetische Sanierung von Schulen oder die Erprobung innovativer ÖPNV-Formen. Es hat den Klimaschutzplan der Landesregierung ebenso wissenschaftlich begleitet wie die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes NRW. Studien des Wuppertal Instituts unterstützen Landesregierung und -parlament bei Entscheidungen zu Technologieförderung wie der Einsatz von Wasserstoff und CO2-Abtrennung, synthetischen Kraftstoffen und Elektromobilität. In Nordrhein-Westfalen widmet sich das Wuppertal Institut mit vielen Projekten insbesondere dem Strukturwandel im Ruhrgebiet und seiner Heimatstadt Wuppertal im Bergischen Städtedreieck.

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter

Tel.: +49 202 2492-267

Fax: +49 202 2492-108

oscar.reutter@wupperinst.org

Projekte

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