Innovation und Evidenz

Innovation umschreibt die Entwicklung, Einführung und Verbreitung von neuen Prozessen, Produkten und Dienstleistungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie können neue Technologien umfassen wie LED-Lampen oder smart grids. Sie können aber auch sozio-kultureller Art sein, wie neue Beteiligungsmodelle (z. B. Bürgerenergieanlagen), Aspekte der sharing economy oder des crowd sourcings.

Mit kulturellen Innovationen können neue gesellschaftliche Leitbilder entstehen, wie z. B. "Teilen statt Besitzen" oder buen vivir. Wie bei der digitalen Revolution können sich technologische, soziale und kulturelle Innovationen gegenseitig beeinflussen und verstärken.

Klimafreundliche Innovationen
Auf der Ausstellung "Solutions COP21" im Grand Palais in Paris wurden klimafreundliche Innovationen und Lösungen gezeigt. Foto: Gilles Rolle / REA / laif

Innovationen spielen eine entscheidende Rolle im Rahmen der Systemtransformation. Häufig bringen sie die notwendige Bewegung in ein System, das über nicht hinreichende endogene Veränderungskräfte verfügt. Doch wie findet man heraus, welche Innovationen zukunftsfähig sind und einen gezielten Beitrag zur Systemtransformation leisten können und wie gestaltet man den Diffusionsprozess, den Weg von der Innovation über den Markteinstieg bis zur Marktdurchdringung?

 

In der Regel orientieren sich Entscheidungsträger/innen an Evidenz – (im Gegensatz zum engeren anglo-amerikanischen Verständnis von evidence) d. h. jede Form unmittelbarer, mit besonderem Wahrheitsanspruch auftretende Einsicht. Das Wuppertal Institut unterstützt mit seiner evidenzbasierten Forschung die Entscheidungsfindung in unterschiedlichen Bereichen. Dies umfasst zum einen die Transformation zu einer Schritt für Schritt dematerialisierten Kreislaufwirtschaft und zum anderen die Umsetzung der Energiewende. Die Transformationsprozesse sind nur mit kulturellen, sozialen und technologischen Innovationen auf allen Ebenen zu stemmen – vom Haushalt und der städtischen Verwaltung bis hin zum transnationalen Konzern und den Vereinten Nationen. Sie lösen damit selber eine nicht unbeträchtliche Innovationsdynamik aus.

 

Je nach politischem Handlungskontext benötigen Entscheidungsträger/-innen in Wirtschaft und Politik für den Umgang mit den anstehenden Innovationen unterschiedliche Evidenz. Je nach Rahmenbedingungen können dazu einfache Narrative und Heuristiken (Faustregeln) beitragen oder es sind quantitative Empirie und komplexe Modellierungen notwendig. Hierfür stellt das Wuppertal Institut die notwendigen Instrumente zur Verfügung. Ein wichtiges Anwendungsfeld für innovationsbezogene Evidenz ist dabei zum einen die Strukturpolitik (Regionalpolitik, Wirtschafts- und Innovationsförderung) mit Bezügen zur Umweltwirtschaft (Green Economy) und Transformationsforschung. Zum anderen unterstützt das Wuppertal Institut nationale und europäische Entscheidungsträger/innen bei der Entwicklung und multi-kriteriellen Bewertung von Innovationen des Forschungsrahmenprogramms durch Folgenabschätzungen und Evaluierungen.

Kontakt

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philipp.schepelmann@wupperinst.org

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