Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Um Zukunft aktiv gestalten zu können, bedarf es aktiven Entdeckens, Interagierens und Erprobens möglicher Zukünfte bis hin zum Testen und Umsetzen. Ein solches Erfahrungslernen mit dazu notwendiger Wissensvermittlung zu paaren, verlangt eine grundlegende Veränderung bisherigen Lernens und Lehrens. Erforderlich ist der Erwerb vielfältiger Kompetenzen, damit sich die Persönlichkeit entfalten und organisatorische, umsetzungsbezogene sowie sachlich-fachliche Fertigkeiten entwickeln kann.

Den Einzelnen ganzheitlich mit all seinen Fähigkeiten und Schwächen anzusprechen, Gestaltungskompetenzen zu entwickeln und eine eigene zufriedene Lebensgestaltung in einer gesunden Umwelt zu ermöglichen, ist Ziel von "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (BNE). Dazu wurde am Wuppertal Institut ein eigenes didaktisches Konzept erarbeitet. Forschungsergebnisse werden direkt in didaktische Anwendungsbereiche überführt und mit den Zielgruppen – Anwendern wie Lernenden – erprobt. So entstehen zielgruppenspezifische Konzepte.

BilRess-Konferenz mit Maria Krautzberger
Ein nachhaltiger Wandel im Bildungssektor bedarf des Zusammenspiels vieler Akteure. Konferenz des Netzwerks "Bildung für Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz - BilRess" mit Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes (Bildmitte). Foto: www.heine-foto.de

Angesprochen werden alle Bildungsbereiche: vom Elementarbereich, über Schule, Aus- und Weiterbildung bis zur Hochschule sowie außerschulische Bildung inklusive Erwachsenenbildung/berufliche Bildung. Auch außerschulische Formate des Erfahrungslernens in Form von Experimentierräumen gehören dazu. Dabei geht es auch um den Austausch dieser Bereiche mit Akteuren der Wirtschaft und Wissenschaft beispielsweise in Lernpartnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen.

Geforscht wird oftmals im Austausch mit Bildungsprojekten in ganz Europa. Eine Vielzahl von Produkten und Bildungsmaterialien ist so entstanden: Toolboxen für Nachhaltiges Wirtschaften in Unternehmen, didaktische Module für die Erwachsenenbildung, Filme, spielerische Lernansätze für Kinder, Planspiele und Materialsammlungen. Zudem beteiligt sich das Wuppertal Institut an Roadmap-Prozessen wie Themen der Nachhaltigkeit im Bildungssystem platziert werden können. Dafür ist es in viele Netzwerke integriert und initiiert auch solche.

Mit seiner Forschung leistete das Wuppertal Institut einen Beitrag für die UN-Dekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) und viele Forschungsprojekte wurden bereits als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet. Die UN-Dekade wird seit 2015 mit dem fünfjährigem UNESCO-Weltaktionsprogramm fortgeführt, im Rahmen dessen das BMBF die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung initiiert hat. Das Wuppertal Institut beteiligt sich auch an unterschiedlichen Partnernetzwerken der Nationalen Plattform BNE.

Kontakt

Dr. Carolin Baedeker

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Fax: +49 202 2492-138

carolin.baedeker@wupperinst.org

Prof. Dr. Christa Liedtke

Tel.: +49 202 2492-130

Fax: +49 202 2492-138

christa.liedtke@wupperinst.org

Publi- kationen

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Projekte

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