Achieving Sustainable Mobility in Developing Countries

Suggestions for a Post-2012 Agreement

  • Publikationen 24.11.2009

Der Artikel verknüpft die aktuellen internationalen Klimaverhandlungen mit der Notwendigkeit, die im Verkehrssektor entstehenden Treibhausgase in Entwicklungsländern zu begrenzen. Die Autoren argumentieren, dass Instrumentenbündel zur Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrssystems nötig sind und prüfen, ob und inwiefern diese durch die zur Verhandlung stehenden Klimaschutz-Instrumente umgesetzt werden können. Der projektbasierte Ansatz des bestehenden Klimaregimes gibt weder Anreize für Politikinstrumente, die nachhaltige Mobilität fördern, noch für eine ausreichend große Anzahl an lokalen Verkehrsprojekten. Die momentan diskutierten Vorschläge, die Bemühungen der Entwicklungsländer zu intensivieren, den Clean Development Mechanism zu reformieren, oder neue Instrumente des Emissionshandels einzuführen sind zwar häufig vielversprechend, bisher jedoch wenig praktikabel. Eine bedeutende Hürde ist, dass eine Maßnahme gleichzeitig eine messbare Klimawirkung und handhabbare Verwaltung aufweisen muss.

 

Ausgehend von ihrer Analyse fordern die Autoren die Einführung eines neuen Instruments zur Finanzierung. Dabei müsse es sich um einen von den Industrieländern finanzierten Klimaschutzfonds unter dem UN-Klimaregime mit einem festen Budget für den Verkehrssektor handeln, mit Hilfe dessen sowohl nationale Politikinstrumente als auch lokale Strategien umgesetzt werden könnten. Entwicklungsländer müssten Strategien für eine kohlenstoffarme Entwicklung inklusive einer Sektorstrategie für den Verkehr erarbeiten, um Zugang zu den Mitteln des Fonds zu erhalten.

 

Der Beitrag ist erschienen in der Zeitschrift "Gaia", Jg. 18 (2009), Nr. 4.