Towards Sustainable Europe

Für ein zukunftsfähiges Europa

  • Publikationen 17.11.1995

Die Zielbestimmung "Sustainability" findet heute Zustimmung in einer Breite, die nur durch seine Unschärfe, verbunden mit dem Charme der Absicht, die lange Zeit als antagonistisch angesehenen Konzepte von Umwelt und Entwicklung respektive Gerechtigkeit zu harmonisieren, erklärbar ist. Die mangelnde Operationalisierbarkeit, d.h. auch das Fehlen einer angemessenen politischen Instrumentisierung, beruht zumindest teilweise auf der Zielunsicherheit, die ihrerseits wiederum auf den Mangel an Quantifizierung der stofflichen Restriktionen wie der zeitlichen Vorgaben zurückgeht. Die Studie "Towards Sustainable Europe" stellt einen ersten Versuch dar, langfristig zukunftsfähige Umweltnutzungsniveaus unter der normativen Annahme gleichwertiger Zugangsrechte zu Umweltressourcen zu bestimmten sowie deren Implikationen für Wirtschaft und Wachstum, Arbeitsplätze und Sozialstaat sowie für die notwendige Änderung der Konsummuster zu bestimmen.

Es handelt sich also nicht um die Entwicklung von neuen Zielvorstellungen, Leitbildern und Paradigmen, sondern um eine Art Folgenabschätzung für die als notwendig erachteten Reduzierungen der Naturnutzung. Aussagen über die Grenzen des Wirtschaftswachstum, die Tendenzen des Arbeitsmarktes oder die Bevorzugung kleinräumiger Netze sind somit nicht als politische Ziele gesetzt, sondern ergeben sich (logisch oder zumindest plausibel) aus den Reduzierungen der Inanspruchnahme von Energie, Rohstoffen und Boden.

 

Joachim Spangenberg:

Towards Sustainable Europe - Für ein zukunftsfähiges Europa

Deutsche Zusammenfassung, 2. Auflage, November 1995

Wuppertal Paper Nr. 42 (September 1995)

 

Bezug: Nur als Hardcopy erhältlich. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an: pr@wupperinst.org