Nationale Politikstrategien für ein effizientes Ressourcen- und Abfallmanagement

Strukturen, Einflüsse und Defizite

Papier
  • News 09.03.2016

Das Paper "National Policies for Resource Efficiency and Waste Management - Structures, impacts, and deficits" von Bettina Bahn-Walkowiak, Nadja von Gries und Henning Wilts vom Wuppertal Institut untersucht institutionelle und politische Faktoren, welche einen Einfluss auf das Abfall- und Ressourcenmanagement haben. Dabei wird ein Blick auf den Fortschritt bis dato geworfen, um die Herausforderungen, welche in der "Roadmap to a Resource Efficient Europe" formuliert werden, anzugehen und politische, institutionelle und (infra-)strukturelle Barrieren in nationalen Systemen identifiziert, welche eine höhere Ressourceneffizienz verhindern.

Die empirische Analyse von Ressourcenrichtlinien und Abfallmanagementregimen und deren Charakteristika bei 4/10 EU-Mitgliedsstaaten weist auf die hohen, nicht ausgeschöpften Potentiale bei Innovationen und besonders Öko-Innovationen und die zugehörigen Investments hin. Die unterschiedlichen institutionellen Set-ups und Target Systeme in den verschiedenen Ländern sowie die Vielfalt an Politikwahlmöglichkeiten verdeutlicht die Konflikte bei den Zielen und eine starke Unvereinbarkeit der Politik sowie eine generelle Unsicherheit, wie eine Transformation hin zu einem verbesserten Ressourcen- und Abfallmanagement angegangen werden soll. Folglich wird ein besser koordinierter Policy Mix auf nationaler Ebene und eine kohärentere Führung auf EU-Ebene gefordert.

Das Paper war Teil der Session "Power relations and overcoming vested interests" der 11th International Conference of the European Society for Ecological Economics (ESEE 2015) an der University of Leeds. Es steht auf der Konferenzwebsite zum Download bereit.