Mehr Abfallvermeidung - weniger Abfall

Herausforderungen und Chancen für nationale Abfallvermeidungsmaßnahmen

Publikation
  • News 24.10.2017

Abfallvermeidung steht ganz oben in der Abfallhierarchie. Natürliche Ressourcen werden geschont, Abfall verringert und die Kosten der Abfallentsorgung reduziert. Doch um das volle Potenzial der Abfallvermeidung freizusetzen, müssen die politischen Rahmenbedingungen konkreter werden, indem beispielsweise verbindliche und genau bezeichnete Ziele in der Abfallvermeidung gesetzt werden. Zudem sollte die Politik progressiver sein, zum Beispiel durch die Integration von Methoden, welche auf die Verhaltensweisen eines jeden und einer jeden Einzelnen oder von Gruppen im Bezug auf Abfall in unterschiedlichem sozialen Kontext zielen. Hier setzt der innerhalb des RECREATE-Projekt entwickelte Policy Brief an. RECREATE ist ein auf fünf Jahre angelegtes FP7-Forschungsprojekt eines breit aufgestellten Konsortiums aus Forschung und Industrie, das das Ziel verfolgt, kurz- und mittelfristige Optionen für europäische Forschungs- und Innovationspolitik in den Bereichen Klimawandel, Ressourceneffizienz und Rohstoffe aufzuzeigen. Susanne Fischer (Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut) sowie Mandy Hinzmann und Martin Hirschnitz-Garbers (Ecologic Institute) veröffentlichten nun den 7. RECREATE Policy Brief "Stepping up waste preventions - challenges and opportunities for national waste prevention programmes". Die Autorinnen und Autoren diskutieren das Thema Abfallvermeidung hinsichtlich der programmatischen Durchführbarkeit, ökonomischer Vorteile und der Bedeutung verhaltensverändernder Maßnahmen.

Der Policy Brief baut auf vorherigen Studien auf, die von Susanne Fischer und Dr. Henning Wilts, Leiter des Geschäftsfeldes Kreislaufwirtschaft, durchgeführt und in der Form eines sogenannten evidenzbasierten Narrativs innerhalb des RECREATE-Projekts veröffentlicht wurden.