Wie Fuß- und Radverkehr die Straßen entlasten

FLOW-Umfrage zur Stauvermeidung

Fahrradampel
  • News 01.12.2017

Wie lässt sich die Verkehrsbelastung in einer Stadt reduzieren und mit welchen Mitteln gehen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger das Problem an? Um diese Frage zu beantworten, startete das Projekt "Furthering Less Congestion by Creating Opportunities for More Walking and Cycling" – kurz FLOW – nun eine Umfrage, die sich an Akteurinnen und Akteure richtet, die auf städtischer, regionaler, nationaler oder europäischer Ebene Entscheidungen zu Infrastruktur und Verkehr treffen. Bis zum 31. Dezember können politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Geschäftsleiterinnen und Geschäftsleiter der Verkehrsbranche sowie lokale Städteplanerinnen und -planer an der Umfrage teilnehmen. Diese ist in englischer Sprache und dauert circa 15 Minuten. Ihr Ziel ist es, Erfahrungswerte zu reflektieren und dadurch Maßnahmen zu entwickeln, die Staus vermeiden.

Die derzeit verwendeten Wirkungsanalysen zum Verkehrsfluss innerhalb einer Stadt sind in der Lage, motorisierte Transportmittel präzise zu erfassen. Das im Mai 2015 gestartete Projekt FLOW integriert auch die Qualität und Quantität des Fuß- und Radverkehrs als messbare Faktoren. Auf diese Weise soll ein stärkeres Bewusstsein über die Vorteile der nicht-motorisierten Transportmittel entstehen. FLOW unterstützt zudem aktiv lokale Maßnahmen und Produkte, die den Fuß- und Radverkehr fördern.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Geschäftsfelds Mobilität und Internationale Kooperationen am Wuppertal Institut haben im Rahmen des Projekts die FLOW-Methode zur Analyse der Wirkung von Fuß- und Radverkehrsmaßnahmen auf Verkehrsfluss und Stau maßgeblich mitentwickelt. Parallel begleiten sie eine Kampagne, die das Fahrradfahren in Sofia bewirbt und erstellen hierzu eine Wirkungsanalyse. Unterstützt wird das Projekt durch das Programm Horizon 2020 der Europäischen Union, welches exzellente Forschung und Innovation fördert.

Die Ergebnisse der FLOW-Umfrage zur Wirkung des FLOW-Projekts sollen Anfang 2018 veröffentlicht werden.