Holztrends hinsichtlich Nachhaltigkeit bewertet

Vergleich der Verbrauchsszenarien zwischen globalem und EU-weitem Holzkonsum und nachhaltiger Forstnutzung

Wald
  • News 09.01.2018

Die wachsende Nachfrage nach Holz zur Erfüllung der EU-Ziele für erneuerbare Energien wird immer häufiger auf den Prüfstand gestellt, um potenziell die Importabhängigkeit der Europäischen Union (EU) zu erhöhen. Das beeinflusst die Landnutzung im Ausland mit entsprechenden Auswirkungen auf das Klima und die biologische Vielfalt. Der Artikel "Assessing the Sustainability of EU Timber Consumption Trends" baut auf Forschungsergebnissen auf, die das Niveau des primären Holzverbrauchs erfassen und geht auf Referenzwerte für das Benchmarking der Nachhaltigkeit ein. Der Artikel geht auf zukünftige Trends ein, damit sich beurteilen lässt, wie sich die derzeitige EU-Politik auf die Wälder auf EU- und globaler Ebene auswirken kann. Die Ergebnisse zeigen, dass der EU-Verbrauch auf Pro-Kopf-Basis bis 2030 im Vergleich zum Rest der Welt schätzungsweise zunehmend stärker und überproportional ansteigt. Die Werte überschreiten sowohl die EU- als auch die globale Referenzwertbandbreite für nachhaltige Versorgungskapazitäten im Jahr 2030.
Die Autorin Dr. Meghan O'Brien, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft, und der Autor Prof. Dr. Stefan Bringezu, Direktor am Center for Environmental Systems Research (CESR), argumentieren, dass ein nachhaltiger Holzverbrauch durch ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage unter Berücksichtigung des Konzepts der fairen Anteile gekennzeichnet sein sollte. Zu diesem Zweck sollen zukünftige Forschungsarbeiten Datenlücken schließen und es sei sinnvoll, die Wiederverwendung von Holz innerhalb der Wirtschaft zu unterstützen, um die Versorgungsoptionen zu erhöhen.

Der Artikel steht kostenfrei im nachfolgenden Link zum Download bereit.