Bibliotheken grüner machen

Bachelorarbeit zur Integration von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in der bibliothekarischen Aus- und Weiterbildung

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  • News 05.04.2018

Bibliotheken leisten durch ihren Arbeitsauftrag einen wichtigen Beitrag zum ressourcenbewussten Handeln und sind Teil der sogenannten Sharing Economy. Nutzen statt Besitzen, Leihen statt Kaufen – das ist der Alltag von Bibliotheksnutzerinnen und -nutzern. Zudem werden Bibliotheksneubauten und Renovierungen nach ökologischen Standards vorgenommen. Das Angebot vieler Einrichtungen umfasst bereits Projekte im Bereich der Nachhaltigkeit, um Nutzerinnen und Nutzer für das Thema zu sensibilisieren. Doch ökologisches Bewusstsein fange nicht bei der Nutzerschaft an, sondern in der eigenen Bibliothek, schreibt Jana Züge, Bibliotheksassistentin am Wuppertal Institut, in ihrer Bachelorarbeit "Integration von Bildung für nachhaltige Entwicklung in die bibliothekarische Aus- und Fortbildung". Dafür müsse das Verständnis für Ressourcen-, Klima- und Umweltschutz bei der eigenen Belegschaft gestärkt beziehungsweise geweckt werden. Um die von den United Nations ausgerufenen Sustainable Development Goals (SDGs) zu erreichen, sei jeder Bereich der Gesellschaft gefragt. Bibliotheken als Informations-, Kultur- und im weiteren Sinn Bildungseinrichtungen können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Ihr Bachelorstudium absolvierte Jana Züge berufsbegleitend an der Fachhochschule Potsdam im Fachbereich Informationswissenschaften. Erstgutachter ihrer Arbeit ist Professor Dr. Stephan Büttner, Professor für digitale Medien an der Fachhochschule Potsdam. Die Zweitgutachterin der Bachelorarbeit, Diplom-Erwachsenenbildnerin Ilona Munique, ist Gründungsmitglied des "Netzwerk Grüne Bibliothek". Im Januar 2018 gründete sich das "Netzwerk Grüne Bibliothek" in Berlin und nimmt sich der Aufgabe an, den Nachhaltigkeitsgedanken in die Informationseinrichtungen Deutschlands zu tragen. Das selbstgesteckte Ziel der Initiative zur Förderung der Aus- und Weiterbildung zur Thematik der "grünen Bibliothek" war auch Anknüpfungspunkt der Bachelorarbeit von Jana Züge. Daher wurde sie als Mitglied in das Netzwerk eingeladen. "Bibliotheken sind mit direktem Draht zur Öffentlichkeit sehr gute Vermittlerinnen und Vermittler im Sinne der nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft. Das Bewusstsein dafür fehlt vielen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren. Die Verbreitung eines ökologischen Verständnisses muss unterstützt werden, deshalb bin ich Mitglied des Netzwerks geworden."

Weitere Informationen zum "Netzwerk Grüne Bibliothek" sind im nachfolgenden Link zu finden.


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