Lohnende Investition von Förderprojekten

Artikel stellt System zur Entscheidungsfindung für die Förderung von Energie-Forschungsprojekten vor

Windsolar
  • News 15.06.2018

Technologische Neuerungen im Energiesektor können ein Schlüsselfaktor für die nachhaltige Entwicklung hin zu einer besseren Zukunft sein. Oft können sich viele Innovationen jedoch nicht auf dem Markt durchsetzen, nachdem die öffentliche Förderung erloschen ist. Um diesem Dilemma entgegenzuwirken, müssten betroffene Projekte langfristiger unterstützt werden. Da öffentliche Etats aber meist knapp bemessen sind und die Vergabe finanzieller Mittel stets fair und transparent sein muss, sind sogenannte Ex-ante-Bewertungen von Forschungsanträgen gefragt. Hier setzt der kürzlich erschienene Artikel "A Decision Support System for Public Funding of Experimental Development in Energy Research" an.

Dr. Simon Hirzel und Dr. Tim Hettesheimer vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI sowie Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Dr. Peter Viebahn vom Wuppertal Institut stellen darin ein dreistufiges System zur Entscheidungsfindung vor. Dieses soll Entscheidungsträgerinnen und -träger dabei unterstützen, eine Bewertung von Förderanträgen für großangelegte und marktnahe Forschungsprojekte im Energiesektor vorzunehmen. Die Autoren analysierten zunächst vergleichbare Ansätze und beziehen sich parallel auf Praxiserfahrungen und die Expertise deutscher Fördermittelgeber. Das Ergebnis: Die Entscheidungsfindung ist komplex, daher reiche es nicht aus, die Forschungsvorhaben in sich zu bewerten, um eine optimale Wahl zu treffen. Vielmehr spielten auch andere Faktoren eine entscheidende Rolle, beispielsweise der Entwicklungsstand, die Nachfrage sowie die bereits anstehende Investitionen in die jeweiligen Technologie. Das im Artikel vorgestellte System zur Entscheidungsfindung ist einzigartig, da es über die reine Zusammenführung einzelner Faktoren hinausgeht und eine umfassende Bewertung anstrebt um den Entscheidungsprozess bestmöglich zu unterstützen.

Der Artikel ist kostenfrei in englischer Sprache im nachfolgenden Link verfügbar.