Plastik dematerialisieren und im Kreislauf führen

Wuppertal Institut ist Verbundpartner im Großprojekt "eCircular" zur Prävention von Plastikmüll

Plastikmüll
  • News 26.07.2018

Das Projekt "eCircular" zielt darauf ab, durch den Einsatz von digitalen Technologien und präventiven Ansätzen Plastikabfall zu vermeiden. Auf Initiative des Climate-KIC, Europas größter Innovationspartnerschaft zum Klimaschutz, soll das Projekt als übergreifendes Ziel dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen der Materialproduktion bis 2050 auf Null herunterzufahren. Hierbei agieren die Projektpartnerinnen und -partner als Vermittler zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern auf europäischer Ebene, um den Weg zu einer dematerialisierten Kreislaufwirtschaft zu ebnen.

Zurzeit werden weniger als 40 Prozent des genutzten Plastiks stofflich wiederverwertet. Um zu vermeiden, dass Kunststoffe verbrannt oder deponiert werden, müssen erhebliche Änderungen an den komplexen Wertschöpfungsketten vorgenommen werden. Mithilfe digitaler Technologien, wie etwa Blockchain sollen das Design und die Nachverfolgbarkeit von Materialien verbessert werden, damit transparentere Märkte, eine einheitlichere Wissensbasis und Möglichkeiten zur Gestaltung der plastikbasierten Wertschöpfungsketten geschaffen werden.

Das Wuppertal Institut ist Verbundpartner des eCircular-Projekts. Dr. Justus von Geibler aus der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren übernimmt gemeinsam mit der Universität Bologna die Ko-Leitung des Projekts. Darüber hinaus leitet er das Arbeitspaket "Innovation Accelerator", das Innovationen zur effizienteren Nutzung von Kunststoff vorantreibt – etwa mit einem europaweiten Wettbewerb verschiedenster Projekte. Dr. Holger Berg aus dem Forschungsbereich Kreislaufwirtschaft leitet das Arbeitspaket "Communication und Stakeholder Management". Er ist zudem in Projekten zu Themen wie Blockchain und Kreislaufführung durch Sensorik und Data Analytics tätig.