Doppeltes Tempo beim Kohleausstieg gefragt

Artikel von Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Prof. Dr. Peter Hennicke zeigt, wie der Kohleausstieg gelingen kann

Kohlekraftwerk
  • News 03.08.2018

Im Energiekonzept der Bundesregierung werden grundsätzlich die richtigen Weichen gestellt, schreiben Vizepräsident Prof. Dr.-Ing Manfred Fischedick und Senior Advisor Prof. Dr. Peter Hennicke vom Wuppertal Institut in ihrem Artikel "So geht Kohleausstieg: Zielgerichtet und selbstbestimmt". Allerdings: Um dieser Weichenstellung gerecht zu werden, müsse die Umsetzung deutlich ambitionierter werden.

Die Autoren gehen im Artikel darauf ein, dass es einen planvollen, sozial- und wirtschaftsverträglichen Ausstieg geben müsse. Aus Klimaschutzgründen gibt es dazu keine Alternative. Als führendes Industrieland müsse sich Deutschland am oberen Rand des im Energiekonzept festgelegten Reduktionsziels orientieren: 95 Prozent weniger Klimagase bis 2050. Dies sei auch möglich und aus Gründen der Glaubwürdigkeit für Deutschland essentiell jetzt auf einen konkreten Pfad zur Erreichung dieses Ziels umzuschwenken. Für 2030 bedeutet das eine Reduktion der Kohleverstromung bereits um 75 Prozent im Vergleich zu heute. "Zugleich muss bis dahin der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von heute 36 Prozent mindestens auf das in der Koalitionsvereinbarung festgelegte Niveau von 65 Prozent ansteigen", betonen die Autoren. Parallel dazu brauche es deutlich mehr Schwung bei der Erschließung der Energieeffizienzpotenziale und einen überfälligen Einstieg in eine Verkehrswende.

Erschienen ist der Artikel "So geht Kohleausstieg: Zielgerichtet und selbstbestimmt" in movum – Debattenmagazin der Umweltbewegung und ist im nachfolgenden Link abrufbar.


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