Neue Stadtökonomie im Wandel

Buchbeitrag über Zeiten ökologischer und sozialer Umbrüche

Fahrräder in der Stadt
  • News 23.11.2018

Die Gesundheits- und Umweltwissenschaften haben differenzierte Antworten auf die Frage, was eine "nachhaltige Stadt" ist. Sie verfügen über ganzheitliche und integrierte Vorstellungen einer "guten" Stadt. Die wirtschaftswissenschaftliche Konzeption einer guten Stadt hingegen beschränkt sich meist auf materiell messbare Formen des urbanen Wohlstandes. Daher bedarf es in Zeiten umfassender ökologischer und sozialer Umbrüche einer neuen Stadtökonomie.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, Katharina Bohnenberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidialbereich, der Gastwissenschaftler Hans Haake und Dr. Michael Kopatz, Projektleiter in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik, veröffentlichten im Buch "Stadt der Zukunft – Gesund und nachhaltig" den Beitrag "Neue Stadtökonomie für Gesundheit und eine Transformation zur Nachhaltigkeit". In diesem konzipieren sie eine neue Stadtökonomie. Diese Konzeption erfolgt entlang von drei Dimensionen und stützt sich dabei auf die aktuelle Arbeit des Wuppertal Instituts.
Die Autorinnen und Autoren orientieren sich an drei Wissensformen einer transdisziplinären Wissenschaft: das Zielwissen, Systemwissen und Transformationswissen. Das Zielwissen fragt nach wünschenswerten Zukünften  – "Was ist wünschenswert?", das Systemwissen nach Systemzusammenhängen und ihrer Entwicklung  – "Was ist wahrscheinlich?" – und das Transformationswissen fragt nach konkreten Veränderungsmöglichkeiten und -wegen – "Was ist möglich?". Alle drei Wissensformen spielen im Rahmen der Analyse nachhaltiger Städte aus ökonomischer Sicht eine zentrale Rolle, die das Autorenteam in ihrem Beitrag exemplarisch näher beleuchtet.

Das Buch "Stadt der Zukunft – Gesund und nachhaltig" ist in der Buchreihe "Edition Nachhaltige Gesundheit in Stadt und Region – Band 1" des oekom-Verlags erschienen und im nachfolgenden Link verfügbar.