Einschätzung der Ergebnisse der Strukturwandelkommission

In Brief des Wuppertal Instituts gibt Empfehlungen für Klima- und Innovationspolitik

Braunkohlebagger
  • News 29.01.2019

Am 26. Januar 2019 hat die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" beschlossen, dass bis spätestens 2038 in Deutschland keine Kohlekraftwerke mehr betrieben werden sollen. Im neuen In Brief "Einschätzung der Ergebnisse der Strukturwandelkommission" (06/2019) nimmt das Wuppertal Institut Stellung zu den Ergebnissen und gibt Empfehlungen für die jetzt notwendige Ausgestaltung der Klima- und Innovationspolitik in Europa, Deutschland und Nordrhein-Westfalen.
Im Positionspapier gehen Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer (Leiter Abteilung Zukünftige Energie- und Mobilitätsstrukturen) und Dr. Stefan Thomas (Leiter der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik) darauf ein, dass die Kommission mit der Festlegung auf den konkreten Ausstiegszeitpunkt Planungssicherheit für die Akteure schafft und die Vereinbarung einen wichtigen Meilenstein für den Klimaschutz darstellt. Sie machen allerdings auch deutlich, dass noch zentrale Maßnahmen zu ergreifen sind wie beispielsweise die adäquate Stilllegung von CO2-Emissionszertifikaten im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystem, um sicherzustellen, dass ein Nettoentlastungseffekt beim CO2-Ausstoß erreicht wird. Zudem weist Manfred Fischedick darauf hin, dass "es jetzt gezielt darauf ankommt, den Ausbau der erneuerbaren Energien kraftvoll voranzutreiben, mit dem Stromnetzausbau dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die Energieeffizienzpotenziale mutig aufzugreifen und einen ganzheitlichen Ansatz der Energiewende umzusetzen."

Der Abschlussbericht der Kommission und das In Brief 06/2019 sind in den nachfolgenden Links verfügbar.