Internationale Energiepolitik erforderlich

Klimagerechte Energieversorgung alleine reicht nicht aus, um Herausforderungen zu bewältigen

International
  • News 26.02.2019

Viele der aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung haben eine internationale Dimension bzw. können nur international gelöst werden. Doch eine "internationale Energiepolitik" existiert heute nur informell – häufig als Kehrseite der Klimapolitik oder als Effekt des Wandels, der durch die unausweichliche Endlichkeit fossiler Energiequellen getrieben wird.
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, und Dr. Hans-Jochen Luhmann, Senior Expert am Wuppertal Institut, gehen in ihrem Beitrag "Internationale Energiepolitik – Veränderungen im letzten Jahrzehnt" auf aktuelle Entwicklungen der internationalen Energiepolitik ein und diskutieren die verbleibenden Herausforderungen. Der Beitrag erschien in der Jubiläumsausgabe der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS).

Im Ergebnis zeigen die Autoren, dass der anstehende Wandel zu einer Energieversorgung aus klimaverträglichen Quellen nicht zu einem "Goldenen (problemlosen) Zeitalter" führen wird: Die Knappheitscharakteristik, die bei Öl zahlreichen Akteuren zu märchenhaftem Reichtum aber auch zu brutalen Kriegen zu führen vermochte, wird durch den Übergang zu Energie aus erneuerbaren Quellen nicht gänzlich zum Verschwinden gebracht. Zwar schicken Wind und Sonne keine Rechnung, limitierende Faktoren bestehen in Form von zum Beispiel seltenen Erden, die für die Herstellung der Anlagen benötigt werden, oder Finanzierungsfragen gleichwohl. Für die Linderung dieser Probleme wird es erforderlich sein, den gemeinschaftlichen Lösungswillen in den Mittelpunkt zu stellen. Es bedarf einer "internationalen Energiepolitik".

Die Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (Volume 11) ist im nachfolgenden Link zu finden.