Intelligente Haustechnik bewerten

Studie zum "Smart Readiness Indicator" unter Mitwirkung des Wuppertal Instituts veröffentlicht

Haus mit Photovoltaik
  • News 15.04.2019

Die im Januar 2018 novellierte EU-Richtlinie zur Gesamteffizienz von Gebäuden fordert die Entwicklung eines sogenannten "Smart Readiness Indicators" (SRI) für Gebäude. Dieser SRI soll bewerten, inwieweit Gebäude mit Nutzenden und Netz interagieren und wie effizient sich der Gebäudebetrieb gestaltet. Im Auftrag der HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. und dem BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V erschien jetzt eine Grundlagenstudie zum SRI. Das Wuppertal Institut wirkte bei der Erstellung der Studie mit, die eine auf Nutzende abgestimmte Interpretation des Smart Readiness Indicator darstellt. Dieses nun fertiggestellte Gutachten bietet einen Lösungsansatz zur pragmatischen Umsetzung des SRI. Damit sind Feldtests und weitergehende Untersuchungen zur nationalen Implementierung des EU-SRI möglich.

Der Energieverbrauch in Gebäuden stellt einen wesentlichen Anteil von Treibhausgasemissionen dar. Die Verringerung des Energiebedarfs durch eine effizientere Energienutzung ist somit ein Schwerpunkt deutscher und internationaler Klimaschutzpolitik. Aufgrund zunehmender Integration erneuerbarer Energien und dezentraler Energieversorgung wächst der Bedarf an einer intelligenten Kopplung zwischen Gebäude und Versorgungsnetz. Smarte Gebäude haben die Möglichkeit mehr Informationen zu erfassen und dadurch Anlagen effizienter an den tatsächlichen Wärmebedarf des Kunden anzupassen. In diesem Rahmen unterstützt der Smart Readiness Indicator Gebäudebesitzerinnen und -besitzer, sowie -nutzende und Investoren bei der Einschätzung, inwieweit die Ausstattung eines Gebäudes dazu geeignet ist, die Anforderungen von Smart-Home-Anwendungen zu realisieren.

Das Wuppertal Institut hat das Gutachten über den SRI zusammen mit der EBZ Business School in Bochum erstellt. Dr. Justus von Geibler, Co-Leiter des Forschungsbereichs Innovationslabore in der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, sowie Dietmar Schüwer, Projektleiter in der Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme am Wuppertal Institut, übernahmen dabei die Aufgabe, die zukünftige Weiterentwicklung des SRIs einzuschätzen. In den ausgearbeiteten Handlungsempfehlungen gehen sie insbesondere auf einen verstärkten Stakeholderdialog, die Exploration des Marktpotenzials, eine Ausweitung der Studie und eine Umsetzungsstrategie für Deutschland ein.

Weiterführende Informationen sowie die SRI-Projektwebsite sind in den nachfolgenden Links zu finden. Die vollständige Grundlagenstudie kann auf der Website von HEA bestellt werden.