Reallabore - Perspektiven für ein Forschungsformat im Aufwind

Wuppertaler Impuls zur Nachhaltigkeit

  • Publikationen 18.06.2019
In Brief Cover

Das Wuppertal Institut hat das Forschungsformat der Reallabore konzeptionell und praktisch entscheidend mitgeprägt. Insbesondere in den letzten fünf Jahren erlebt dieses Format einen ungeahnten Aufschwung. Reallabore sind Experimentierräume, in denen das Entwickeln, Erproben und Erforschen nachhaltiger, zukunftsfähiger Lösungen im Fokus steht. Forschende und Praxisakteure, wie beispielsweise die Zivilgesellschaft, ziehen dabei an einem Strang. Sie nehmen dabei mit verschiedenen Kompetenzen unterschiedliche Rollen ein und arbeiten aber auf Augenhöhe zusammen. Das eröffnet einen neuen Blick und schafft einen ganzheitlichen Ansatz. Teilnehmende können gewohnte Denkmuster über Bord werfen, partizipativ und kooperativ Transformationsprozesse anstoßen und dabei wissenschaftliche wie gesellschaftliche Lernprozesse verstetigen.

Vor diesem Hintergrund blickt der In Brief auf die Perspektiven für die künftige Forschung in Reallaboren. Drei Forderungen sind dabei von zentraler Bedeutung:

  1. die Besinnung auf die ursprünglichen Kern-Charakteristika der Reallabor-Idee,
  2. der systematische Capacity-Aufbau für Reallabore im Wissenschaftssystem und
  3. die Etablierung von langfristiger angelegten Reallaborstrukturen.

Für die Transformationsforschung des Wuppertal Instituts ist die Arbeit in Reallaboren deswegen so bedeutsam, weil mit ihr Veränderungsprozesse in allen vier Dimensionen der sogenannten Zukunftskunst, also der transformativen Zukunftsgestaltung, angestoßen und untersucht werden können – ganz gleich, ob technologische, ökonomische, institutionelle sowie kulturelle Veränderungsprozesse.


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