Lebensmittel müssen nicht für die Tonne sein

Referierter Artikel zeigt Möglichkeiten, wie sich Lebensmittelabfällen vermeiden lassen

  • News 08.07.2019

Jährlich landet rund ein Drittel der Lebensmittel im Müll. Der Ressourcenaufwand, der für diese Lebensmittel benötigt wird, wirkt sich auf die Umwelt und speziell auf die Land- und Wassernutzung aus.  Außerdem entstehen bei Produktion, Logistik, Zubereitung erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen. Daher ist es eines der Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs), die weltweiten Lebensmittelabfälle pro Kopf im Handel und auf Konsumentenebene zu halbieren und die Lebensmittelverluste innerhalb der Produktions- und Lieferketten bis 2030 zu reduzieren. Jedoch mangelt es bislang noch an hinreichendem Wissen, welche Instrumenten sich eignen, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.

Jennifer Schinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut, veröffentlichte zu diesem Thema den Artikel "Review of policy instruments and recommendations for effective food waste prevention". Die Autorin beschreibt, welche Ursachen der Lebensmittelverschwendung zugrunde liegen und wie sie verringert werden kann. Sie diskutiert Aktivitäten aus unterschiedlichen Ländern wie Deutschland, Frankreich und dem Vereinigtem Königreich. Dazu zählen beispielsweise Gesetze zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, freiwillige Vereinbarungen, Sensibilisierungskampagnen und Ergebnisse der Verhaltensökonomie. Schließlich empfiehlt die Wissenschaftlerin, wie sich die Hemmnisse abbauen lassen und formuliert Anforderungen für die Umsetzung wirksamer und effizienter Instrumente.

Ihr Artikel ist in der Zeitschrift "Waste and Resource Management" erschienen und steht im nachfolgenden Link zum Download bereit.