Deutschlands nachhaltigste Städte

Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg erhalten Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020

Deutscher Nachhaltigkeitspreis
  • News 08.08.2019

Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg sind die Sieger des Wettbewerbs um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden 2020. Die Auszeichnung wird seit 2012 von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. vergeben. Die Preisträger erhalten eine Fördersumme von jeweils 30.000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung von der Allianz Umweltstiftung.
Die diesjährigen kommunalen Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises zeichnen sich insbesondere durch ihr strategisches und partizipatives Vorgehen in puncto Klimaschutz und der Erhaltung der Artenvielfalt aus. Sie leisten hervorragende Integrationsarbeit vor Ort, übernehmen aber auch globale Verantwortung. Die Preisverleihungen finden vor Ort in den Siegerstädten statt und bieten die Möglichkeit, alle Beteiligten und Interessierten am Erfolg teilhaben zu lassen. Während des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 22. November 2019 in Düsseldorf berichten die Siegerinnen und Sieger über ihr Nachhaltigkeitsengagement.

Die Assessmentpartner Deutsches Institut für Urbanistik (Difu), ICLEI – Local Governments for Sustainability sowie das Wuppertal Institut werteten die Ergebnisse aus und erstellten eine Shortlist mit den besten Kommunen jeder Kategorie – diese Städte und Gemeinden wurden für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Daraufhin besuchten die Assessmentpartner alle Nominierten und führten vor Ort vertiefende Interviews zu den Nachhaltigkeitsleistungen. Im nächsten Schritt stellten sie ihre Ergebnisse der Expertenjury vor. Diese bestätigte anschließend je Kategorie die Top 3 und wählt die Sieger aus.

Nachhaltige Städte: Osnabrück, Aschaffenburg und Bad Berleburg

Die westfälische Friedensstadt Osnabrück verfolgt bei ihrer nachhaltigen Entwicklung einen wirkungsbasierten, strategischen Steuerungsansatz und nutzt hierfür den eigens entwickelten Indikatoren-Katalog "KOSMOS", der sowohl Verwaltung als auch Bürgerschaft befähigt, die Umsetzung strategischer Ziele detailliert zu überprüfen. Der partizipative Ansatz der Kommune zeigt sich auch beim städtebaulichen "Masterplan Innenstadt", bei dem die Osnabrücker Bürgerschaft ihre Ideen zur nachhaltigen Stadtentwicklung einbringen konnte.

Seit 1995 verfolgt die Hochschulstadt Aschaffenburg mit dem "Agenda21-Prozess" einen partizipativen Ansatz und achtet als regionaler Vorreiter in Sachen Fairtrade auf sozialgerechten Handel und bewussten Konsum. Zum Schutz der Biodiversität werden beim Öko-Projekt "Schlaraffenburger" traditionelle Streuobstwiesen revitalisiert und gepflegt. Mit dem Bau und der Inbetriebnahme eines Biomasseheizkraftwerks in der Altstadt wurden die Ziele der Energieeinsparung und des Umstieges der Wärmeversorgung von bisher fossilen Energien auf regenerative Energieträger erfolgreich umgesetzt.

Mit dem Leitbild "Bad Berleburg 2030" hat die "Stadt der Dörfer" inmitten des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge ein Handlungsprogramm für eine zielgerichtete, nachhaltige Entwicklung erarbeitet, um dem demografischen Wandel zu begegnen und auch 2030 ein Wohnen und Wirtschaften in der Kernstadt und den umliegenden Dörfern zu ermöglichen. Im Reallabor "WittgensteinWandel" werden im Rahmen der "Digitalen Agenda BLB" digitale Maßnahmen für mehr Lebensqualität erprobt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet seit 2012 Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit aus. Prämiert werden Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und in den wichtigen Themenfeldern der Verwaltung erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben. Die Auszeichnung ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, der Allianz Umweltstiftung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Weitere Informationen zu den Städten sowie Kurzbegründungen zu den Kommunen sind unter dem nachfolgenden Link zu finden.