Energieeffizienz in Betrieben steigern

Wuppertaler Studienarbeit von Lukas Feldmeier untersucht Verbrauchsdaten von über 100 mittelständischen Unternehmen

Diagramm
  • News 07.10.2019

Innerhalb der Wuppertaler Studienarbeit Nr. 19. "Analyse der Wirkung politischer Instrumente zur Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz auf Basis der Verbrauchsdaten von 103 mittelständischen Unternehmen" untersuchte Lukas Feldmeier, welche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen beitragen und welche diesem Anspruch nicht gerecht werden. Seine quantitative Analyse verglich Daten aus dem Projekt Energieeffizienz Impulsgespräche des Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft (RKW) e. V. aus den Jahren 2011 bis 2013 mit eigens für diese Arbeit erhobenen Daten von 2017 für dieselben Unternehmen.

Sein Ergebnis: Preise erweisen sich im Gegensatz zu anderen Maßnahmen – wie etwa Energieberatungen, Fördermittel und Energiemanagementsystemen – zumindest teilweise als wirksame Einflussgröße für die Energieeffizienz. Der Autor empfiehlt auf dieser Basis eine stärker marktwirtschaftlich ausgerichtete Effizienzpolitik: "Die bisher priorisierten Fördermittel scheinen überwiegend als Mitnahmeeffekte zu verpuffen. Dagegen können höhere Preise für Heizöl und Erdgas beim Energiesparen helfen."
Feldmeier hofft, mit seiner Arbeit einen kleinen Beitrag zur stärkeren Bepreisung energiebedingter Emissionen zu leisten und ergänzt: "Genauso wichtig ist mir, dass Energiesparen und Energieeffizienz bei der Energiewende nicht ins Hintertreffen geraten. Denn: Noch umweltfreundlicher als Wind- und Photovoltaikenergie ist die Energie, die gar nicht erst erzeugt wird."

Die Arbeit von Lukas Feldmeier ist in der Reihe "Wuppertaler Studienarbeiten zur nachhaltigen Entwicklung" erschienen, in der herausragende wissenschaftliche Diplom- und Masterarbeiten publiziert werden und im Rahmen der Nachhaltigkeitsforschung am Wuppertal Institut entstanden sind. Prof. Dr. Oliver Frör, Leiter Environmental Economics an der Universität Koblenz-Landau, sowie Maike Venjakob, Projektleiterin im Forschungsbereich Energiepolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, betreuten die Abschlussarbeit.