Einstiegspunkt Flottenwende

Zeitschriftenbeitrag zu Elektromobilität in Klein- und Mittelstädten

Elektromobilitätsflotte
  • News 04.12.2019

In vielen deutschen Städten sinken die verkehrsbedingten CO2-Emissionen kaum und vor allem die Belastungen durch Luftschadstoffe aus dem Straßenverkehr sind weiterhin sehr hoch. Deshalb beklagt die Deutsche Umwelthilfe inzwischen über 30 Städte in Deutschland, um mithilfe von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge das Recht der Menschen auf saubere Atemluft durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund suchen die Kommunen zunehmend Wege, die verkehrsbedingten Emissionen zu senken. Dabei kommt kommunalen Flottenbetreibern eine besondere Rolle zu. Sie stehen besonders unter Handlungsdruck, weil durch ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge diese nur noch sehr eingeschränkt eingesetzt werden könnten.

Im Artikel "Elektromobilität in Klein- und Mittelstädten" untersuchen Ulrich Jansen und Prof. Dr.-Ing. Oscar Reutter, beide im Forschungsbereich Mobilität und Verkehrspolitik in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut tätig, die Mobilitätskonzepte in Neuwied und Südsachsen. Es zeigt sich, dass die Rahmenbedingungen für Elektromobilität in kommunalen Flotten in Klein- und Mittelstädten mit denen von Großstädten größtenteils vergleichbar sind. Dass in Klein- und Mittelstädten die Elektromobilität nicht auf dem Vormarsch ist, liegt nicht etwa an den notwendigen Reichweiten, sondern vielmehr an der geringen Marktverfügbarkeit von Fahrzeugen für bestimmte kommunale Aufgaben. Sollen dort die Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen des Verkehrs deutlich sinken, kann für kommunale Flotten der Umstieg auf Elektromobilität ein wichtiger Baustein zukunftsfähiger Mobilität sein.

Der Artikel ist in der Fachzeitschrift RaumPlanung (Ausgabe 203, 5-2019) erschienen.