Brauchen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kommunen neue Formen der Zusammenarbeit?

Energie- und Verkehrswende vor Ort: Abschlussveranstaltung des EnerAct-Projekts

  • Termine 24.03.2020
  • Ort Essen

Das komplexe Zusammenspiel technischer und sozialer Aspekte in der Energie- und Verkehrswende erfordert auf der Umsetzungsebene ein hohes Maß an Transformationswissen. Im lokalen Klimaschutz sind Kooperationen zwischen Kommunen und wissenschaftlichen Akteuren daher schon seit Langem gelebte Praxis. Gleichzeitig drängt die Zeit, die Klimaschutzziele vor Ort umzusetzen: Wie kommen Forschende und Akteurinnen und Akteure aus der Praxis dabei zu einem gemeinsamen Problemverständnis? Wie können neue Energie- und Mobilitätskonzepte praxisnah und abseits üblicher kommunaler Planungsroutinen erprobt werden? Wie gelingt gleichzeitig die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürger vor Ort, der lokalen Zivilgesellschaft, von Handel und Unternehmen?

Reallabore für die Energie- und Verkehrswende sind als Mittel der Wahl in den Kommunen angekommen; kooperative Formate zwischen Stakeholdern vor Ort und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern versprechen nachhaltige und belastbare Lösungen. Was bedeutet das für die konkrete Zusammenarbeit der Akteure? Wie können sich unterschiedliche Logiken und Arbeitsweisen ergänzen? Wo liegen Chancen und Grenzen solcher transformativen und transdisziplinären Forschungsvorhaben?

Zum Abschluss des Verbundprojekts "EnerAct – Energiewende und gesellschaftliche Megatrends – Konkrete Handlungsansätze" wollen die Veranstalter diese Fragen gemeinsam mit den Teilnehmenden aus Wissenschaft und kommunaler Praxis diskutieren.

Zum Thema diskutieren Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, diskutiert mit Ulrich Ahlke (WieWollenWirLeben e. V., Steinfurt), Kai Lipsius (Grüne Hauptstadt Agentur, Stadt Essen), Dr. Erika von Schneidemesser vom IASS Potsdam (angefragt) und Rebecca Wessinghage vom ICLEI – Local Governments for Sustainability auf dem Podium. Die Moderation übernimmt Fabian Löhe vom Tagesspiegel.

Das EnerAct-Projekt wird durch die Stiftung Mercator gefördert. Zum Kernteam des Projekts gehören neben dem federführenden Wuppertal Institut das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie das Institut Arbeit und Technik.

Die Abschlussveranstaltung findet am 24. März 2020 in der Stiftung Mercator in Essen von 16 bis 18 Uhr statt. Anmeldungen für die kostenfreie Abschlussveranstaltung werden via E-Mail unter event.klimawandel@stiftung-mercator.de bis zum 13. März 2020 entgegengenommen.