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Webinar (Teil 1): Wie lassen sich kostengünstige, frei zugängliche und einfach zu bedienende Luftqualitätssensoren konstruieren?

  • Termine 27.02.2020
  • Ort Online

Luftverschmutzung betrifft alle Regionen der Welt. Die Bevölkerung in Städten mit niedrigem Einkommen ist jedoch am stärksten betroffen. Laut der neuesten Luftqualitätsdatenbank erfüllen 97 Prozent der Städte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nicht die Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Aufgrund des hohen Preises und der Komplexität der Luftqualitätsüberwachungsgeräte verfügen die meisten Städte in Entwicklungsländern über ein schlechtes oder nicht vorhandenes Luftqualitätsüberwachungssystem. Es sind jedoch immer mehr preiswerte Luftqualitätsmessgeräte verfügbar. Wenn die Grenzen dieser Geräte im Vergleich zu High-End-Modellen hinsichtlich der Datengenauigkeit und -abdeckung berücksichtigt wird, könnten sie zu einem leistungsfähigen Mittel zur Datenerfassung werden, welches die lokale Bevölkerung mit einbezieht.

Das Urban-Pathways-Projekt ist an mehreren Projekten zur nachhaltigen städtischen Mobilität in Entwicklungsländern beteiligt, die ein großes Potenzial aufweisen, Luftqualität zu verbessern und den Lärm in städtischen Gebieten zu reduzieren. Die Messung der spezifischen Auswirkungen auf diese Variablen ist essenziell, um die Auswirkungen der Projektaktivitäten zu quantifizieren und damit die potenziellen Auswirkungen zu ermitteln, die eine Replikation und Skalierung dieser Maßnahmen auf lokaler und nationaler Ebene und letztlich auf globaler Ebene haben könnte.
In diesem Zusammenhang wurde eine Partnerschaft mit Open-seneca geschlossen, einer in Großbritannien ansässigen Organisation, deren Ziel es ist, Wissen darüber zu vermitteln, wie Open-Source-Sensor-Hardware konstruiert werden kann, um die Bewusstsein für das Thema zu schaffen und eine Verhaltensänderung in den lokalen Communities einzuleiten. Open-seneca verwendet für ihre Geräte erschwingliche, handelsübliche Feinstaub-Sensoren, Geolokalisierung und drahtlose Übertragungsmodule. Die gesammelten Daten werden auf dynamischen Karten auf einer Online-Plattform zur Identifizierung von Verschmutzungs-Hotspots angezeigt. Das Sensordesign ist auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten, um einen global kompatiblen und lokal geeigneten Sensor zu ermöglichen.

Gleichzeitig wurden in UP-Städten sogenannte "Makerspaces" als potenzielle lokale Partner identifiziert, die die Montage-Workshops vor Ort auf der Grundlage des von Open-seneca erhaltenen Wissenstransfers durchführen könnten. Makerspaces sind kleine Werkstätten, die Zugang zu modernen Mitteln für die Erfindung/digitale Fertigung bieten. Die Aktivitäten reichen von technologischer Befähigung zu projektbasierter technischer Ausbildung bis hin zur lokalen Problemlösung, von der Gründung kleiner Hightech-Unternehmen bis hin zur Forschung an der Basis.

Open-seneca bietet dafür ein virtuelles Seminar für zuvor identifizierte lokale Makerspaces, Universitäten oder Forschungszentren in UP-Städten an, die die Fähigkeiten und das Interesse haben, AQ-Messgeräte zu bauen und die bereit sind, die Workshops vor Ort zu replizieren. Nach der Schulung über den Bau von AQ-Sensoren werden UP-Städte zur Teilnahme an einem zweiten Webinar eingeladen, das die Einsatzmöglichkeiten der Geräte auf der Grundlage der Erfahrungen anderer Städte aufzeigen wird.

Am Donnerstag, 27. Februar 2020 um 14 Uhr (mitteleuropäische Zeit) findet das erste Webinar zum Thema "Wie lassen sich kostengünstige, frei zugängliche und einfach zu bedienende Luftqualitätssensoren konstruieren?" statt. Maria Munoz Barriga, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Mobilität und internationale Kooperationen in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, wird das Webinar moderieren. Trainer ist open-seneca.
Das Webinar richtet sich an FabLabs (Werkstätten-Netzwerk), Herstellerräume, Forschungszentren, die an der Überwachung der Luftqualität arbeiten und daran interessiert sind, zu lernen und zum Design des Geräts vom Gehäuse und der Montage bis hin zu Verbesserungen an der Leiterplatte und der Elektronik beizutragen.

Anmeldungen sind über den nachfolgenden Link möglich.