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Webinar (Teil 2): Wie lassen sich kostengünstige, frei zugängliche und einfach zu bedienende Luftqualitätssensoren zur Unterstützung einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik einsetzen?

  • Termine 08.04.2020
  • Ort Online

Luftverschmutzung betrifft alle Regionen der Welt. Die Bevölkerung in Städten mit niedrigem Einkommen ist jedoch am stärksten betroffen. Laut der neuesten Luftqualitätsdatenbank erfüllen 97 Prozent der Städte in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner nicht die Luftqualitätsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Aufgrund des hohen Preises und der Komplexität der Luftqualitätsüberwachungsgeräte verfügen die meisten Städte in Entwicklungsländern über ein schlechtes oder nicht vorhandenes Luftqualitätsüberwachungssystem. Es sind jedoch immer mehr preiswerte Luftqualitätsmessgeräte verfügbar. Wenn die Grenzen dieser Geräte im Vergleich zu High-End-Modellen hinsichtlich der Datengenauigkeit und -abdeckung berücksichtigt wird, könnten sie zu einem leistungsfähigen Mittel zur Datenerfassung werden, welches die lokale Bevölkerung mit einbezieht.

Das Urban-Pathways-Projekt ist an mehreren Projekten zur nachhaltigen städtischen Mobilität in Entwicklungsländern beteiligt, die ein großes Potenzial zur Verbesserung der Luftqualität und zur Verringerung des Lärms in städtischen Gebieten haben. Die Messung der spezifischen Auswirkungen auf diese Variablen wird von unschätzbarem Wert sein, um die Auswirkungen der Projektaktivitäten zu quantifizieren und damit die potenziellen Auswirkungen zu ermitteln, die eine Replikation und Skalierung dieser Maßnahmen auf lokaler und nationaler Ebene und letztlich auf globaler Ebene haben könnte.

In diesem Zusammenhang wurde eine Partnerschaft mit Open-seneca geschlossen, einer in Großbritannien ansässigen Organisation, deren Ziel es ist, Wissen darüber zu vermitteln, wie Open-Source-Sensor-Hardware konstruiert werden kann, um die Bewusstsein für das Thema zu schaffen und eine Verhaltensänderung in den lokalen Communities einzuleiten. Open-seneca verwendet für ihre Geräte erschwingliche, handelsübliche Feinstaub-Sensoren, Geolokalisierung und drahtlose Übertragungsmodule. Die gesammelten Daten werden auf dynamischen Karten auf einer Online-Plattform zur Identifizierung von Verschmutzungs-Hotspots angezeigt. Das Sensordesign ist auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten, um einen global kompatiblen und lokal geeigneten Sensor zu ermöglichen.

Gleichzeitig wurden in UP-Städten sogenannte "Makerspaces" als potenzielle lokale Partner identifiziert, die die Montage-Workshops vor Ort auf der Grundlage des von Open-seneca erhaltenen Wissenstransfers durchführen könnten. Makerspaces sind kleine Werkstätten, die Zugang zu modernen Mitteln für die Erfindung/digitale Fertigung bieten. Die Aktivitäten reichen von technologischer Befähigung zu projektbasierter technischer Ausbildung bis hin zur lokalen Problemlösung, von der Gründung kleiner Hightech-Unternehmen bis hin zur Forschung an der Basis.

Am Mittwoch, 8. April 2020 um 15:00 Uhr findet das zweite Webinar zum Thema "Wie lassen sich kostengünstige, frei zugängliche und einfach zu bedienende Luftqualitätssensoren zur Unterstützung einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik einsetzen?" statt. Maria Munoz Barriga, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Mobilität und internationale Kooperationen in der Abteilung Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut, wird das Webinar moderieren. Trainer ist open-seneca.

Das Webinar richtet sich an städtische Fachleute und politische Entscheidungsträger, die in den Bereichen nachhaltige städtische Mobilität, Luftqualitätsüberwachung und Folgenabschätzung tätig sind. Die Webinarsprache ist Englisch.

Anmeldungen sind im nachfolgenden Link möglich.