Wuppertaler Wissenschaftler im neuen "Ressourcen-Rat" der UN

Am 8. und 9. November 2007 tagte in Budapest erstmals das neu vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) eingerichtete "International Panel for Sustainable Resource Management".

  • Pressemitteilungen 09.11.2007

Zwanzig internationale Expertinnen und Experten wurden vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ausgewählt, um in wissenschaftlich unabhängiger Weise das weltweite Wissen über die Umweltauswirkungen der Nutzung erneuerbarer und nicht erneuerbarer Ressourcen zu bündeln. Dr. Stefan Bringezu, Forschungsgruppenleiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, wurde in das neue Gremium berufen, um mit seiner Expertise im Bereich Stoffströme und Ressourcenmanagement beizutragen.

 

"Die ehrenvolle Einladung, die ich erhalten habe, ist zum einen eine Auszeichnung auch für das Wuppertal Institut und die hier nicht nur von mir geleisteten Arbeiten. Zum anderen ist damit angesichts der großen Herausforderungen globaler Ressourcennutzung auch eine hohe Verantwortung verbunden", betont Bringezu. Er freut sich besonders, "dass nach meiner Nominierung auch Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, unser Gründungspräsident und derzeitiger Dekan an der Bren School of Environmental Science and Management an der Universität Kalifornien, als Vorsitzender des Resource Panel gewonnen werden konnte. Er wird diese Aufgabe zusammen mit Ismael Serageldin von der renommierten Library of Alexandria, Ägypten, übernehmen. Damit bestehen exzellente Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Arbeit des Panel."

 

Das "Resource Panel" hat im Weltklimarat (IPCC) ein großes Vorbild, doch fängt es zunächst klein und bescheiden an, zumal es bis zu einem politisches Mandat in Form einer Konvention noch ein weiter Weg ist. Allein seine Einrichtung signalisiert, dass auf internationaler Ebene die Notwendigkeit erkannt worden ist, neben dem Klimaschutz auch die Frage nach einem nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen harmonisiert anzugehen.

 

Dabei geht es um ein besseres Verständnis der Möglichkeiten zur Abkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltverbrauch, Erhöhung der Ressourcenproduktivität, verbesserte Entwicklungschancen ärmerer Länder und Aspekte der Versorgungssicherheit. Die Verflechtung globaler Stoffströme erfordert dabei eine "systemweite" oder "lebenszyklusweite" Perspektive, um zu Lösungen zu gelangen, bei denen Problemverlagerungen zwischen verschiedenen Regionen der Welt möglichst vermieden werden. Dabei wird es hilfreich sein, die Synergien zwischen Klima- und Ressourcenschutz weiter auszuloten und den Brückenschlag zwischen Umwelt und Entwicklung voranzutreiben.

 

Im "Ressourcen-Rat" wird es zunächst darum gehen, für die kommenden Jahre ein Arbeitsprogramm zu umreißen, bei dem wissenschaftliche Reviews, Stellungnahmen und Berichte zu aktuellen Kernproblemen globaler Ressourcennutzung gefertigt, bewertet bzw. in Auftrag gegeben werden.

 

 

Pressemitteilung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

ViSdP: Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident

Kontakt: Öffentlichkeitsarbeit, Dorle Riechert

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