Potenzielle Auswirkungen des Global Stocktake im Pariser Abkommen maximieren

Erster Policy Brief des Projekts NDC ASPECTS erschienen

  • News 27.10.2021

Die alle fünf Jahre stattfindende globale Bestandsaufnahme (engl. Global Stocktake, GST) spielt eine wesentliche Rolle im Rahmen des allgemeinen Ambitionsmechanismus des Pariser Klimaschutzabkommens. Sie "bewertet die kollektiven Fortschritte bei der Erreichung des Zwecks dieses Abkommens und seiner langfristigen Ziele". Während der Klimakonferenz in Katowice 2018 wurden zwar die allgemeinen Parameter für die Gestaltung und Umsetzung der GST festgelegt, aber nicht alle notwendigen Einzelheiten zur Organisation des Prozesses. Da die erste GST auf der Weltklimakonferenz (Conference of the Parties, COP26) in Glasgow beginnen soll, muss dringend geklärt werden, wie die GST organisiert werden könnte, um die Wirksamkeit des Prozesses zu maximieren.

Der Policy Brief "Maximising the Impact of the Global Stocktake: Options for Design and Implementation" von Christiane Beuermann und Wolfgang Obergassel, beide Co-Leitende des Forschungsbereichs Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut, sowie Harro van Asselt, Maximilian Häntzschel und Moritz Petersmann von der Universität Ostfinnland soll zu diesem Verständnis beitragen. Der Policy Brief entwickelt insbesondere die folgenden zentralen Empfehlungen ab:

  • Ein sektoraler Ansatz könnte dazu beitragen, dass die erwarteten Ergebnisse der globalen Bestandsaufnahme (GST) erreicht werden. Ein sektoraler Ansatz würde dazu beitragen, die reichhaltige Basis an gesammelten Informationen in besser handhabbare Teile zu zerlegen, mit denen die Vertragsparteien ihre Politik weiter an den Zielen des Pariser Klimaabkommens ausrichten könnten.
  • Auch wenn das Pariser Abkommen und der Beschluss von Katowice keinen expliziten Ansatzpunkt für einen sektoralen Ansatz bieten, könnte dieser dennoch im Rahmen mehrerer der breit formulierten "Leitfragen" verfolgt werden, die der GST zu Grunde gelegt werden sollen.
  • Um ein faires Verfahren zu gewährleisten und Transparenz und Rechenschaftspflicht zu fördern, sollte ein gleichberechtigter Zugang für die Regierungsdelegationen der Entwicklungsländer und die verschiedenen Interessengruppen gewährleistet werden. Die gleichberechtigte Behandlung von Beiträgen und Perspektiven von nicht-staatlichen Akteuren beinhaltet eine frühzeitige Kommunikation von Zeitrahmen und Verfahren.
  • Um die Umsetzung der GST-Ergebnisse zu fördern, sollten die GST-Zyklen in einer hochrangigen Veranstaltung und einem damit verbundenen COP-Beschluss und/oder einer Erklärung gipfeln, die das langfristige Ziel des Pariser Abkommens anerkennen, die kollektiven allgemeinen und kollektiven sektoralen Klimaambitionen darlegen und sich zu weiteren erforderlichen Maßnahmen verpflichten. Kern einer detaillierten technischen Zusammenfassung der verfügbaren Optionen, bewährten Verfahren und Empfehlungen könnten Empfehlungen für sektorale Dekarbonisierungsziele und Fahrpläne sein.

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