CO2-freies München

Studie zur Entwicklung nachhaltiger urbaner Infrastrukturen veröffentlicht

  • Publikationen 11.03.2009

Die Stadt München kann ihre CO2-Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das ist das Ergebnis der neuen Studie "Sustainable Urban Infrastructure: München - Wege in eine CO2-freie Zukunft". Im Auftrag der Siemens AG untersuchte das Wuppertal Institut am Modell der Stadt München, wie eine moderne Großstadt den CO2-Ausstoß drastisch senken kann. Am Beispiel eines Musterstadtteils zeigt die Analyse ganz konkret, wie die Wandlung der Stadt in eine fast CO2-freie Metropole infrastrukturell und technologisch gelingen könnte. Hebel zur CO2-Reduktion sind hocheffiziente Energieanwendungen - insbesondere bei Gebäuden -, Infrastrukturanpassungen bei Wärme, Strom und Verkehr sowie ein weitestgehender Umstieg auf erneuerbare Energien. Bereits heute lebt die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, bis 2025 werden es voraussichtlich sogar 60 Prozent sein. Gleichzeitig werden hier schon jetzt 75 Prozent der eingesetzten Energie verbraucht und 80 Prozent der weltweit emittierten Treibhausgase ausgestoßen. Daher kommt den Städten eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zu. Die Studie zeigt aber auch, dass die tatsächliche Wandlung einer Metropole in einen annähernd CO2-freien Ballungsraum eine große Aufgabe ist, die nur bewältigt werden kann, wenn das Ziel von allen Beteiligten mit hoher Priorität verfolgt wird. Das sind Entscheider, Verwaltungen, Energieversorger und Stadtplaner aber auch Investoren und Bürger. Die Siemens AG hat zur Veröffentlichung der Studie eine Pressemitteilung herausgegeben.

Die Studie steht auf der Projektseite zum Download zur Verfügung.