Während technische Hürden und politische Rahmenbedingungen für die Transformation der Industrie intensiv diskutiert werden, findet die soziale Dimension des industriellen Wandels weniger Beachtung. Aber ohne aktive Beteiligung von Industrie, Politik und Bürger*innen kann eine sinnvolle Transformation nicht gelingen.
Neue Infrastrukturen wie Pipelines, Stromleitungen oder Anlagenumrüstungen bringen direkte Auswirkungen auf die Bürger*innen mit sich – deren Reaktionen auf diese Veränderungen sind jedoch nur schwer vorhersehbar. Wegen dieser Unsicherheiten ist es umso wichtiger, soziale Fragen und potenzielle Konflikte frühzeitig anzugehen, insbesondere im Hinblick auf den Ausbau von Infrastrukturen und die gerechte Verteilung der Kosten.
Diese sozialen Dynamiken haben direkte Auswirkungen auf Struktur- und Industriepolitik: Industriepolitik darf sich nicht auf die Förderung von Innovation und Wettbewerbsfähigkeit beschränken, sie muss auch den sozialen Zusammenhalt stärken, regionale Ungleichheiten verringern und in den von der Transformation betroffenen Sektoren die Arbeitsplatzsicherheit gewährleisten. Sie muss dazu beitragen, eine Wirtschaft zu gestalten, die nicht nur grüner, sondern auch gerechter ist. Auch der Strukturpolitik kommt bei der Unterstützung der am stärksten betroffenen Regionen eine Schlüsselrolle zu.
Die vom Wuppertal Institut und dem Institut der deutschen Wirtschaft organisierte Veranstaltung "Towards a climate-neutral industry – together" bringt am 24. September 2025 von 11 bis 15 Uhr Akteur*innen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der EU zusammen, um diese drängenden Fragen zu diskutieren.
Die Veranstaltung findet auf englisch statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Möglichkeit zur Anmeldung und das detaillierte Programm stehen über den folgenden Link zur Verfügung.
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