Green Culture Festival 2026

Eva Eiling und Carolin Baedeker stellen Selbstanalyse-Tool für Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten vor

  • Termin 09.06. - 10.06.2026
  • Ort Karlsruhe

In Zeiten des Klimawandels, geopolitischer Verwerfungen und Polykrisen müssen auch Kulturinstitutionen und Kulturpolitik neue Rollen finden. Vor diesem Hintergrund schafft das Green Culture Festival, Europas größtes Fachevent für Zukunftsfähigkeit in Kunst, Kultur, Medien und Kreativwirtschaft, Raum für eine kritische Bestandsaufnahme: Was hat sich in den vergangenen Jahren entwickelt, was braucht es jetzt – und wie bleiben Kulturinstitutionen auch in Zukunft handlungsfähig?

In Vorträgen, Panels und Workshops stehen verschiedene Themen mit Bezug zu Kunst und Kultur im Fokus: von Politik und Kulturverwaltung über Resilienz und Exnovation bis hin zu Klimafolgenanpassung, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz. Mehrere Installationen stellen diese Themen anschaulich und interaktiv dar, etwa durch Mitmach-Aktionen oder Audio-Erlebnisse. Bei Stammtischen können sich die Teilnehmenden austauschen. 

SAPA: Das Selbstanalyse-Tool für die darstellenden Künste

Am zweiten Veranstaltungstag halten Eva Eiling, Researcherin im Forschungsbereich Innovationslabore am Wuppertal Institut, und Dr. Carolin Baedeker, stellvertretende Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut, gemeinsam mit Christiana van Osenbrüggen vom Theater Oberhausen den Vortrag "SAPA: Das Selbstanalyse-Tool für die darstellenden Künste". Darin ordnen sie zunächst die aktuellen globalen Herausforderungen und deren Bedeutung für den gesellschaftlichen Wandel sowie das Potential von Kunst und Kultur für die nachhaltige Entwicklung ein. Anschließend stellen sie das Tool SAPA (Sustainability Assessment for the Performing Arts) vor: Mit dem Tool können Kulturbetriebe eigenständig eine Selbstanalyse ihrer Strukturen und Prozesse durchführen, indem sie ihre Betriebsabläufe anhand ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Kriterien überprüfen. Im Mittelpunkt stehen dabei die vier zentralen Dimensionen Ökonomie, Ökologie, soziale Verantwortung sowie Kultur, Kommunikation und Community. Forschende des Wuppertal Institut haben das Tool in Zusammenarbeit mit europäischen Praxispartner*innen im Rahmen des Projekts Greenstage entwickelt. Der Vortrag findet von 11:30 bis 12:30 Uhr im großen Saal des Tollhaus Karlsruhe statt.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, aber nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Eingeladen sind alle Akteur*innen aus Kultur- und Kreativinstitutionen, Medienhäusern, Verwaltungen, Politik und Wissenschaft, aber auch engagierte Bürger*innen und Studierende. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung sind über die unten stehenden Link verfügbar.


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