Revisiting Competitiveness Acknowledging the Economic Benefits of Climate Mitigation and Circularity

As part of the special edition: Earth4All Germany

  • Publikation 22.05.2026

Diese Arbeit befasst sich mit den makroökonomischen Implikationen und der Kritik an einer zu eng gefassten Definition von Wettbewerbsfähigkeit. Typischerweise werden die kurz-, mittel- oder langfristigen Ziele, die durch Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden sollen, nicht weiter berücksichtigt, geschweige denn mögliche Zielkonflikte – beispielsweise die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit im Hinblick auf einen verstärkten Klimaschutz oder die Förderung des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft – ausreichend analysiert. Diese Arbeit zielt daher nicht nur darauf ab, das scheinbar eindeutige Ziel der "Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit" im Hinblick auf verschiedene gesellschaftliche Ziele und Perspektiven kritisch zu untersuchen, sondern auch ein umfassenderes Konzept grüner und systemischer Wettbewerbsfähigkeit für die wissenschaftliche Politikberatung vorzuschlagen. Es wird deutlich, dass Wettbewerbsfähigkeit kein Selbstzweck ist, sondern vielmehr ein Mittel zum Erreichen der mittel- und langfristigen Ziele einer zirkulären, dekarbonisierten Wirtschaft und einer Wohlergehensgesellschaft ("Well-being Society"). 

Vor diesem Hintergrund ist auch eine neue Betrachtung des Verhältnisses zwischen grüner Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum notwendig. Ambitionierte Strategien zur Eindämmung des Klimawandels, zur Kreislaufwirtschaft und zur Dematerialisierung fördern das rasante Wachstum ("growth") von GreenTech-Sektoren und gleichzeitig den Rückgang ("Degrowth") fossiler, ressourcenintensiver oder risikoreicher Sektoren. Inwieweit dieser politisch gesteuerte wirtschaftliche Strukturwandel hin zu Klimaneutralität  und einer Kreislaufwirtschaft zu einem insgesamt positiven und nachhaltigeren BIP-Wachstum und zu einer (absoluten) Entkopplung des BIP vom Ressourcenverbrauch beiträgt, bleibt eine offene Frage. Die Berücksichtigung von Suffizienzpolitiken in Verbindung mit den vorwiegend technischen Strategien Effizienz und Suffizienz (Erneuerbare Energien) sowie mit Strategien der Kreislaufwirtschaft machen es nach Studien einfacher, Klimaneutralität und Risikominimierung durch Entkopplung zu erreichen. 

 

Peter Hennicke, Monika Dittrich, Janina Dierk:

Revisiting Competitiveness Acknowledging the Economic Benefits of Climate Mitigation and Circularity

As part of the special edition: Earth4All Germany

Wuppertal, 2026

(Wuppertal Paper Nr. 206)


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