Greenstage zündet neue Stufe

Im EU-Projekt Greenstage entwickelte Plattform für nachhaltige Produktionsprozesse im Kulturbereich im Praxistest: Projektpartner eröffnen Zero Waste Labs mit vier Produktionen und einem Festival

  • Pressemitteilung 09.07.2026

Das EU-finanzierte Projekt Greenstage fördert Nachhaltigkeit in den darstellenden Künsten. In Zusammenarbeit mit den Kommunen sollen Kultureinrichtungen in die Lage versetzt werden, ökologische Nachhaltigkeit zeitnah und effektiv umzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf, Circular Stage Design in der Produktionspraxis umzusetzen.

Wuppertal/Oberhausen, 9. Juli 2026: Im Rahmen von Greenstage hat ein internationales Team in den letzten Monaten die Online-Plattform greenstage.eu entwickelt. Auf www.greenstage.eu stehen verschiedene Tools zur Verfügung, die öffentlichen Kulturbetrieben und der freien Szene helfen sollen, ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Das vom Wuppertal Institut in einem Co-Creation-Prozess mit den Praxispartner*innen entwickelte, dialogbasierte Selbstbewertungstool SAPA (Sustainability Assessment for the Performing Arts) unterstützt Organisationen bei der nachhaltigen Entwicklung ihrer Strukturen und Prozesse, indem Betriebsabläufe anhand ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Kriterien analysiert und Maßnahmenpläne erarbeitet werden. Die frei zugängliche Zero Waste Stage Toolbox enthält eine Sammlung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen sowie eine Vielzahl von Best-Practice-Beispielen. Sie soll Change-Prozesse in den Betrieben und Einrichtungen begleiten sowie Transformationsmanager*innen und andere Verantwortliche bei der Durchführung unterstützen.

Neue Projektphase: Zero Waste Stage Labs in Riga, Wien, Oberhausen und Ljubljana

Nach der Entwicklung der Online-Plattform hat eine neue Phase von Greenstage begonnen: In Zero Waste Stage Labs werden die Instrumente nun bei vier Bühnenproduktionen und einem Festival in der Praxis erprobt. Die Produktionen entstehen bei den Projektpartner*innen Nationaltheater Riga, Volkstheater Wien und Theater Oberhausen. Dazu gehören die Durchführung des SAPA-Prozesses mit ausgewählten Mitarbeitenden, die Vorbereitung mit Nachhaltigkeits-Expert*innen und den künstlerischen Teams, der intensive Austausch zwischen den Projektpartner*innen sowie die Umsetzung von Maßnahmen der Zero Waste Stage Toolbox im Produktionsprozess. Mit der Premiere von "In Fire" von Rūdolfs Blaumanis im März 2026 konnte bereits eine Produktion abgeschlossen werden. In der Spielzeit 2026/27 folgen die Zero-Waste-Produktionen des Volkstheaters Wien und des Theaters Oberhausen. Zu den Zero Waste Stage Labs gehört auch das Festival Mladi Levi, das Ende August 2026 in Ljubljana, Slowenien, stattfindet. Die Veranstalter*innen des Produktionshauses BUNKER werden nicht nur bei der Durchführung des Festivals einen konsequenten Zero-Waste-Ansatz verfolgen, Mladi Levi wird auch eine internationale Austauschplattform für Projektteilnehmenden, Nachhaltigkeits-Expert*innen und Professionals in den Performing Arts.

Das Projekt wird begleitet von internationalen Policy Hubs, die von kommunalen Projektpartner*innen organisiert werden. Die Policy Hubs eröffnen Diskussionsräume und bringen lokale Kultur-Akteur*innen mit Vertreter*innen aus Kommunalpolitik und öffentlicher Verwaltung zusammen, um Erfahrungen aus dem Projekt zu diskutieren und regulatorische Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln. Neben der direkten Rückkopplung mit den Träger*innen zu aktuellen Nachhaltigkeits-Themen entwickelt das Projektteam ein gemeinsames Manifest zum Abschluss des Projekts.

Über den Fortgang von Greenstage wird auf www.greenstage.eu informiert. Die Social-Media-Kanäle (LinkedIn, Facebook, Instagram) geben Einblicke in die Arbeit der Projektpartner*innen vor Ort sowie die Entstehung der Zero-Waste-Produktionen und des Festivals.

 

Gemeinsame Pressemitteilung

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
VisdP: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer
Kontakt: Christin Hasken, Leiterin Kommunikation und Pressesprecherin
Tel: +49 202 2492-187
E-Mail: pr@wupperinst.org 

Wissenschaftliche Ansprechperson
Eva Eiling, Researcherin im Forschungsbereich Innovationslabore am Wuppertal Institut
Tel: +49 202 2492-131
E-Mail: eva.eiling@wupperinst.org

Theater Oberhausen
Hannes Richter, Pressesprecher
Tel: +49 208 8578 127
E-Mail: richter@theater-oberhausen.de 


Cookie-Einstellungen

Cookies helfen uns, die Website für Sie ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button "Zustimmen" erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf Mehr über die Verwendung und Ablehnung von Cookies.