Energiesouveränität: Versorgungssicherheit, Geopolitik, Resilienz

Tagung anlässlich des 80. Geburtstags von Dr. Jochen Luhmann

  • Termin 05.10.2026
  • Ort Berlin

Die Energieversorgung ist eine Frage der nationalen Souveränität. Die beiden geopolitischen Spannungsphasen seit Beginn der 2020er Jahre haben mit ihren Folgen an die wirklichen Mütter aller Energiekrisen erinnert, die von 1973 und 1979: In ihrer Energieversorgung haben die Staaten unabhängig zu sein. Deshalb muss sie langfristig sicher und sozialverträglich gestaltet werden – nicht als Kür, sondern als Pflicht. Für Deutschland ist dieses Ziel besonders anspruchsvoll, da die Energiepolitik gleichzeitig klimapolitische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anforderungen erfüllen muss. Der Ausbau erneuerbarer Energien – vor allem Wind- und Solarenergie – bildet dabei das zentrale Fundament. Ihr Anteil am Strommix wächst zwar kontinuierlich, doch der Weg zu einer vollständig souveränen Versorgung ist komplex und erfordert massive Investitionen in Netzausbau, Speichertechnologien und flexible Back-up-Systeme. Das zentrale Fundament dafür bildet der Ausbau erneuerbarer Energien – insbesondere Wind- und Solarenergie. 

Die Folgen des Irankrieges, Zerstörung von Produktionsanlagen und Sperrung der Meerenge von Hormus unterstreichen, dass die bisherige Verschleppung des Ausstiegs aus den fossilen Energien an ein Ende kommt. Über Lippenbekenntnisse hinaus ist eine Stärkung der Resilienz ernsthaft anzugehen. Es stellt sich angesichts der Neuakzeptanz von Kriegen als Mittel der politischen Auseinandersetzung die grundlegende Frage: Was bedeuten die Zusammenhänge des fossilen Phasing-out, der Konversion zu den und des Phasing-in der erneuerbaren Energien für das Überleben ohne Friedensordnung?

Darüber tauschen sich die Teilnehmenden am 5. Oktober 2026 im Rahmen einer Tagung in Berlin aus. Ab 13:00 Uhr stehen die Themenfelder Energiesouveränität, Klimapolitik, Geopolitik und Resilienz im Fokus. Die Tagung findet als Zeichen der Wertschätzung für das Wirken von Dr. Hans-Jochen Luhmann statt, Senior Expert am Wuppertal Institut, der diese Fragen über viele Jahre mit großer Tiefe und Weitsicht begleitet hat. Anlass ist sein 80. Geburtstag.

Unter anderem wird Prof. Dr. Peter Hennicke, Senior Advisor am Wuppertal Institut, ab 16 Uhr einen Vortrag zum Thema "Ressourcensouveränität: Risiken reduzieren durch Effizienz, Suffizienz und Kreislaufwirtschaft" halten. Anschließend findet das Abschlusspanel mit allen Referierenden des Tages statt. Einleitend wird Dr. Jochen Luhmann ab 17 Uhr einen Input darüber halten, was die Zusammenhänge für den Aufbau einer Friedensordnung bedeutet, anschließend diskutieren die Referierenden gemeinsam darüber.

Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) organisiert die Tagung gemeinsam mit dem Wuppertal Institut und der Association for the Study of Peak Oil and Gas (ASPO). Seitens des Wuppertal Instituts gehören Hennicke und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer, zum Tagungsteam. 

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind über den unten stehenden Link verfügbar.


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