Wuppertal Institut und Tsinghua University stärken Forschungszusammenarbeit

Memorandum of Understanding mit der führenden technisch-naturwissenschaftlichen Universität Chinas unterzeichnet

  • News 03.09.2026
Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen Wuppertal Institut und Tsinghua University
Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen Wuppertal Institut und Tsinghua University. Vorne, v.l.n.r.: Prof. Dr. Henning Wilts, Mitglied der Institutsleitung und Leiter Transfer und Wirkung; Michael Dedek, kaufmännischer Geschäftsführer und Leiter der Administration; Prof. GUAN Dabo, stellvertretender Dekan des Institute for Carbon Neutrality der Tsinghua University; XIAO Qian, Dekanin des Office for International Relations. Hinten, v.l.n.r.: Prof. Dr. Peter Hennicke, Senior Advisor am Wuppertal Institut; Prof. QIU Yong, Parteisekretär der Tsinghua University und Vorsitzender des University Council. Quelle: Wuppertal Institut

Wie können Europa und China gemeinsam an der Bewältigung der globalen Klima- und Transformations-Herausforderungen arbeiten? Dieser Frage widmen sich das Wuppertal Institut und die Tsinghua University im Rahmen ihrer langjährigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) am 2. September 2026 in Wuppertal stärken beide Institutionen ihre Kooperation und schaffen eine Grundlage für neue gemeinsame Forschungsaktivitäten.

"Gerade angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen gewinnt internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit an Bedeutung: Gemeinsame Forschung trägt dazu bei, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Wissen für die Bewältigung globaler Herausforderungen nutzbar zu machen", sagt Dr. Lukas Hermwille, Co-Leiter des Forschungsbereichs Transformative Industriepolitik am Wuppertal Institut.

Gemeinsame Forschungsschwerpunkte: Energiewende und Dekarbonisierung energieintensiver Industrien

Die Tsinghua University und das Wuppertal Institut leisten seit Jahren wichtige Beiträge zu hochwertiger und praxisrelevanter Forschung, die sich optimal ergänzen: So verfügen beide Institutionen beispielsweise über Forschungseinheiten, die sich gezielt mit den vielfältigen Herausforderungen des Kohleausstiegs beschäftigen – und einen wichtigen Beitrag zu den wissenschaftlichen und politischen Debatten einer nachhaltigen und gerechten Transformation leisten.

Ein wichtiger Ausgangspunkt für die vertiefte Zusammenarbeit ist das Projekt "EU-China Bridge", eine internationale Forschungsinitiative mit dem Ziel, die Dekarbonisierung energieintensiver Industrien in Europa und China voranzutreiben. Das Projekt ist Teil einer EU-China Flagship-Initiative für Klimaschutz und Biodiversität. Das Wuppertal Institut koordiniert dabei das europäische Teilprojekt und Konsortium, die Tsinghua University übernimmt die gleiche Rolle auf chinesischer Seite. 

Eine zentrale Rolle in der durch das MoU manifestierten Kooperation spielt Prof. Guan Dabo, stellvertretender Dekan des Institute for Carbon Neutrality der Tsinghua University. Gemeinsam mit Dr. Lukas Hermwille stellte er im Rahmen des akademischen Austauschs die bisherigen Schwerpunkte der EU-China Flagship-Initiative vor und erörterte Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit.

Auch Prof. Qiu Yong, Parteisekretär der Tsinghua University und Vorsitzender des University Council, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit auf Seiten der Tsinghua University. Das MoU wurde anschließend von Vertretern beider Institutionen unterzeichnet: für das Wuppertal Institut von Michael Dedek, kaufmännischer Geschäftsführer und Leiter der Administration, und Henning Prof. Dr. Wilts, Mitglied der Institutsleitung und Leiter Transfer und Wirkung. Für die Tsinghua University unterzeichneten Prof. Guan Dabo und Xiao Qian, Dekanin des Office for International Relations.

Im Anschluss an die Unterzeichnung stand der wissenschaftliche Austausch im Mittelpunkt: Forschende der Tsinghua University und des Wuppertal Instituts diskutieren Fragen der Energie- und Industrietransformation, darunter technologische Transformationspfade, wissenschaftliche Fragestellungen und politische Handlungsoptionen.

Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding bekräftigen das Wuppertal Institut und die Tsinghua University ihren Anspruch, die wissenschaftliche Zusammenarbeit langfristig auszubauen. In einer Zeit, in der gemeinsame Antworten auf den Klimawandel und die Herausforderungen der Transformation von Energie- und Industriesystemen dringlicher sind denn je, soll die Kooperation dazu beitragen, gemeinsam an Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu arbeiten.


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