Abteilung

Nachhaltiges Produzierenund Konsumieren

Die Abteilung erforscht die Gestaltungsmöglichkeiten einer nachhaltigen, ressourcenleichten Gesellschaft und einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft, in der Produkte und Dienstleistungen hohe Lebensqualität bieten sowie global oder vor Ort nachhaltig produziert werden. Im Fokus der Forschung steht die sozial-ökologische Balance von unternehmerischen, gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen und Innovationen. Diese orientieren sich an der Umsetzung der internationalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG).

In Deutschland liegt der Ressourcenverbrauch bei durchschnittlich 30 bis 35 Tonnen pro Kopf und Jahr. Nachhaltig wäre ein Ressourcenkonsum von acht Tonnen pro Kopf und Jahr. Um dieses Ziel mittel- bis langfristig zu erreichen, ist eine umfassende „Dematerialisierung“ über Effizienz-, Konsistenz- und Suffizienzstrategien von Produktion und Konsum notwendig. Auf diese Weise werden Produkte „ressourcenleichter“ und sie lassen sich länger und besser nutzen. Dies ist eine Frage des Designs.

Die Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren analysiert, bewertet und entwickelt zu diesem Zweck technologische und soziale Innovationen in Reallaboren und Living Labs. Nutzerinnen und Nutzer werden schon vor und während des Entwicklungsprozesses dieser Innovationen intensiv miteinbezogen.
Ressourceneffizienz und soziale Auswirkungen von Produktion und Konsum bewerten die Forschenden entlang von Wertschöpfungsketten. Sie entwickeln Transformationsansätze und Szenarien für klimaneutrale, ressourcenleichte und nachhaltige Technologien, Prozesse, Produkte, Dienstleistungssysteme sowie Lebensstile hinsichtlich der zentralen Handlungsfelder Ernährung, Freizeit, Mobilität und Wohnen.

Damit sich Produktions- und Konsummuster ändern, sind Unternehmen gefragt, die entsprechende Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten. Zudem braucht es aufgeklärte Konsumentinnen und Konsumenten, die die Produkte nutzen und die Dienstleistungen in Anspruch nehmen, sowie flankierende politische Rahmenbedingungen, die diesen Transformationsprozess unterstützen.
Die Forschung der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren widmet sich daher den Schwerpunkten:

  • Nachhaltigkeits- und Ressourcenbewertung,  
  • Produkt- und Dienstleistungsinnovationen (entwickelt in Reallaboren und Living Labs),
  • Bildung und
  • wissenschaftsbasierte Innovations-, Unternehmens- und Verbraucherpolitikansätze.

Die Abteilungsforschung ist inter- und transdisziplinär aufgestellt und basiert auf Kooperationen in zahlreichen inter- und nationalen Netzwerken sowie auf langjährige Erfahrungen einer Vielzahl von Drittmittelprojekten.

Die Abteilung umfasst die beiden Forschungsbereiche Innovationslabore sowie Produkt- und Konsumsysteme.

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Themen

Zahlreiche Projekte und Publikationen der Abteilung finden sich unter den folgenden Themen wieder:

NewsTermine

Hier finden Sie aktuelle Hinweise über Aktivitäten der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren.

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