Allmählich wächst der Konsens über die Einsicht, dass der Anstieg des weltweiten Ressourcenverbrauches gestoppt werden muss, wenn der politische Handlungsspielraum durch akuter werdende Umweltprobleme nicht immer mehr eingeschränkt werden soll. Der Problemdruck geht hierbei weniger von den knapper werdenden Vorräten nicht erneuerbarer Rohstoffe aus. Vielmehr wird immer deutlicher, dass insbesondere in den Industriestaaten der Durchfluss von Materialien von der Produktion bis zum Endverbrauch und der daraus resultierende Ausstoß von Emissionen und Abfall drastisch gesenkt werden müssen.
Doch welche Stellen des verzweigten "Kanalsystems" anthropogener Stoffströme eignen sich für den Einbau eines "Reglers"? Wo sollten "Meßfühler" installiert werden? Und welcher Typ von Reglungsinstrument ist - je nach Einbauort - besonders wirksam? Wie können sich die Maßnahmen wirtschaftlicher und staatlicher Akteure wirksam ergänzen, um den Stoffverbrauch bei gleicher oder steigender Dienstleistung zu senken?
Im Folgenden sollen einige Strategien skizziert werden, deren Verfolgung für eine zukunftsfähige Stoffpolitik notwendig erscheint bzw. diese unterstützen könnte. Der vorliegende Beitrag richtet sich dabei in erster Linie an staatliche Akteure, deren Aufgabe es ist, durch das Setzen der richtigen Rahmenbedingungen eine nachhaltig tragfähige Entwicklung innerhalb der sozialen Marktwirtschaft sicherzustellen. Hierbei sind generell alle Ressorts angesprochen.
Stefan Bringezu:
Strategien einer Stoffpolitik
Vorstoß zu den Quellen anthropogener Stoffströme
Wuppertal Paper Nr. 14 (Mai 1994)
Bezug: Nur als Hardcopy erhältlich. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an: pr@wupperinst.org
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