Sponsoring im öffentlichen Personennahverkehr

Ein Beitrag zur ökologisch-ökonomischen Partnerschaft in der Region

  • Publikationen 02.07.1994

Für den öffentlichen Personennahverkehr ist eine zunehmende Divergenz zwischen den an ihn gestellten Ansprüchen auf der einen Seite und den gegebenen Möglichkeiten zur Angebotsausweitung und Qualitätsverbesserung auf der anderen Seite festzustellen. So steigen durch Flaschenhalseffekte beim motorisierten Individualverkehr vor allem in den Agglomerationen die Anforderungen an die Verkehrsalternativen. Dies wird verstärkt durch die zunehmend auch für den Personenverkehr artikulierten Anforderungen im Zuge des ökologischen Wertewandels.

1993 äußerten in einer vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen in Auftrag gegebenen Untersuchung 43,5 % der Befragten westdeutschen und 63 % der ostdeutschen Autobesitzer die Absicht, auf Verkehrsmittel des öffentlichen Personenverkehrs umsteigen zu wollen. Dieser Anteil ist in größeren Städten besonders hoch (59 % im Westen und 74,5 % im Osten Deutschlands).

Diese für die Zukunft erwartbare Nachfrageverschiebung wird noch in dem Maße verstärkt, wie die seit einiger Zeit diskutierten steuerlichen Instrumente zur Eindämmung des motorisierten Individualverkehrs eingeführt und kommunale Maßnahmen im Bereich der Verkehrsberuhigung und der Parkraumbewirtschaftung umgesetzt werden. Weitere finanzwirksame Anforderungen an die Träger des öffentlichen Personennahverkehrs ergeben sich zukünftig durch die im Rahmen der Privatisierung der Deutschen Bahnen beabsichtigte Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs und deren derzeit noch unklare Ausgestaltung.

 

 

Andreas Pastowski:

Sponsoring im öffentlichen Personennahverkehr

Ein Beitrag zur ökologisch-ökonomischen Partnerschaft in der Region

Wuppertal Paper Nr. 19 (Juli 1994)

 

Bezug: Nur als Hardcopy erhältlich. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an: pr@wupperinst.org


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