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17.02.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem europäischen Green Deal will die Europäische Kommission bis 2050 klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Emissionen, die durch fossile Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Erdgas entstehen, vollständig vermieden oder ausgeglichen werden. Ihr Zwischenziel für das Jahr 2030 will die Europäische Union (EU) deutlich anheben: Im Vergleich zum Niveau von 1990 soll der CO2-Ausstoß, so die aktuellen politischen Vorschläge, um 50 oder sogar 55 Prozent sinken. Wie lassen sich diese ambitionierten Klimaschutzpläne umsetzen?
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte dazu im Rahmen des Green Deal ein Maßnahmenpaket für einen sozial-ökologischen Wandel vor, der den Menschen und der Wirtschaft in Europa zugutekommen soll. Neben Investitionen in drastische Emissionssenkungen sieht der Green Deal auch steigende Investitionen in Spitzenforschung und Innovation vor.

Das Wuppertal Institut bewertet das Maßnahmenpaket des Green Deal insgesamt positiv. Ein besonderes Augenmerk muss nach Analyse der Forscher nicht zuletzt aufgrund des hohen Investitionsbedarfs und der langen Vorlaufzeiten auf der energieintensiven Industrie liegen – vor allem in der Stahlerzeugung, Grundstoffchemie, Aluminiumindustrie, Glas-, Papier- und Zementherstellung. Diese Branchen sind für deutlich mehr als die Hälfte der industriebedingten Emissionen verantwortlich. Der wissenschaftliche Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, sagt, dass hierfür im Maßnahmenpaket des Green Deal noch eine deutlichere Positionierung erforderlich sei: "Obwohl das Bewusstsein für eine strategischere Ausrichtung in der Industriepolitik stark gewachsen ist, greifen die bestehenden Ansätze und Überlegungen noch zu kurz. Die dringend erforderliche integrativere Verbindung zwischen der Industrie-, Energie- und Klimapolitik wurde bisher noch nicht hinreichend berücksichtigt."

Wie der Transformationsprozess gelingen kann, zeigt der neue In Brief "Integrierte Klima-Industriepolitik als Kernstück des europäischen Green Deal" des Wuppertal Instituts. Darin schlagen die beiden Autoren Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick und Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer, Leiter der Abteilung Zukünftige Energie- und Industriesysteme, vier zentrale Punkte vor:

  • Etablierung klimaneutraler und zirkulärer Wertschöpfungsketten für Produkte der Grundstoffindustrie
  • Verstärkte Anreize und adäquate Politikstrategien für nachhaltige Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungsketten
  • Richtungssicherheit für umfangreiche Technologie- und Infrastrukturinvestitionen
  • Eine integrierte Klima-, Energie und Industriepolitik

Zwar ist dessen Umsetzung ohne Zweifel eine große Gestaltungsaufgabe und Herausforderung für die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen in der Industrie. Das Wuppertal Institut ist sich aber sicher: Es ist zugleich auch eine große Chance!

Diese Gestaltungsaufgabe gilt es gemeinschaftlich in enger Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik zu lösen. Die Initiative "IN4climate.NRW", innerhalb der das Wuppertal Institut das wissenschaftliche Kompetenzzentrum "SCI4climate.NRW" für eine klimaneutrale und zukunftsfähige Industrie leitet, bietet in Nordrhein-Westfalen dafür eine Plattform.

Ergreifen Sie mit uns diese Chance!
Christin Hasken und Anna Riesenweber

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Redaktion: Christin Hasken
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