Forschungsbereich

Produkt- und Konsumsysteme

Der Forschungsbereich Produkt- und Konsumsysteme analysiert und bewertet Produktions- und Konsumstrukturen unter dem Gesichtspunkt von Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

Der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerten gesellschaftliche und technologische Veränderungen, um eine treibhausgasneutrale und ressourcenleichte Gesellschaft zu erreichen und 1,5-Grad-Lebensstile zu gestalten. Denn um Produkte und Dienstleistungen nachhaltig zu gestalten, bedarf es Wissen über deren materielle Basis und sozio-technischen Potenziale für Veränderungen. Dazu berechnen und analysieren die Forschenden "Material und Carbon Footprints" von Produkten und Technologien, Unternehmen und Wertschöpfungsketten sowie Haushalten und Lebensstilen. Darauf aufbauend entwerfen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Roadmaps und Szenarien. Dafür bewerten sie den Beitrag von bestehenden und umgestalteten oder neugestalteten Produktions- und Konsumsystemen für eine nachhaltige Entwicklung und die Klima- und Ressourcenschonung und analysieren mögliche Reboundeffekte. Gemeinsam mit den beteiligten Akteuren erarbeiten sie Transformationswissen: Dies ist entscheidend, um auf dieser Basis entwickelte nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen anschließend breitenwirksam in der Gesellschaft zu erproben und zu verankern.

zum Team

Ziele

Ziel der Forschung ist die Bewertung gesellschaftlicher Veränderungen für eine treibhausgasneutrale und ressourcenleichte Gesellschaft und die Gestaltung von 1,5-Grad-Lebensstilen. Mithilfe von Nachhaltigkeits- und Ressourcenbewertung unterstützt sie den Wandel in Unternehmen und Haushalten, um nachhaltige Produkt- und Konsumsysteme zu ermöglichen. Darüber hinaus soll sie dazu beitragen, einen quantifizierbaren Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs) zu leisten sowie die ressourcenleichten Gesellschaft in der Politik zu verankern.

Profil des Forschungsbereichs Produkt- und Konsumsysteme
Thematischer Schwerpunkt

Der Forschungsbereich Produkt- und Konsumsysteme untersucht Transformationsansätze in Unternehmen (Produktionsseite) und Haushalten (Konsumseite) sowie deren Verknüpfung zu ressourcenleichten und nachhaltigen Produkt-Dienstleistungssystemen. Mit Methoden der Nachhaltigkeits- und Ressourcenbewertung identifizieren die Forschenden soziale, wirtschaftliche und ökologische Hotspots (Stärken und Schwächen). Damit lassen sich sozio-technische Potenziale in Wertschöpfungsketten (Produktions- und Konsumsystem) ermitteln. Mit der Überführung der Ergebnisse in Szenarien auch Roadmaps zur Zielerreichung entwickeln und konkretisieren.

Der Forschungsbereich Produkt- und Konsumsysteme adressiert drei zentrale Forschungsthemen:

Nachhaltigkeit und Ressourcennutzung bewerten / Roadmaps entwickeln  

  • Produktions- und Konsumstrukturen von Unternehmen und Lebensstilen bewerten (Material-, Carbon- und Water-Footprint, Flächennutzung)
  • Potenziale identifizieren - Szenarien und Roadmaps für Unternehmen/Branchen und für Haushalte/Lebensstile entwickeln
  • Circular-Design für Nachhaltigkeit – next Level – oder innovative Produkt-Dienstleistungssysteme entwickeln (Produktdesign)  

Nachhaltige Lebensstile ermöglichen / Nachhaltigkeitsziele handhabbar machen

  • Soziale, ökonomische und ökologische Hot Spots und Potenziale in Wertschöpfungsketten und Lebensstilen identifizieren
  • Soziale und technische Innovationen und Reboundeffekte, wie etwa in der Sharing Economy bewerten
  • Handlungsunterstützende Online-Tools entwickeln, beispielsweise Ressourcen-Rechner, NAHGAST-Rechner, The Sustainable Lifestyles Accelerator-App

Nachhaltige Investitionen bewerten

  • Bewertung grüner und nachhaltiger Anleihen, Green Bonds
  • Methodenentwicklung für ökologische und soziale Wirkungsanalyse von Finanzdienstleistungen

Die Schnittstellen zwischen Produktion und Konsum werden differenziert analysiert. Soziale, ökonomische und ökologische Lagen der Menschen mit dem Anliegen einer nachhaltigen Balance der Lebenslagen sind hier von Bedeutung. Dabei wird auf eine Förderung der Produktion und des Konsums entlang von Nachhaltigkeitskriterien abgezielt, um nicht nur eine quantitative Veränderung der Umweltwirkungen zu erreichen, sondern auch qualitative Maßstäbe an gesellschaftliche Entwicklungen zu setzen.

Projekte

Hier finden Sie Projekte des Forschungsbereichs: