Forschungsbereich

Strukturwandelund Innovation

Der Forschungsbereich Strukturwandel und Innovation gestaltet nachhaltigen Strukturwandel, trägt zur Steigerung der Innovationsfähigkeit von Industrieregionen bei und begreift dabei Klimawandel und Ressourcenschonung als Chance.

Die Umsetzung einer klimaverträglichen Industrieproduktion und der damit verbundene regionale Strukturwandel  ist eine große gesellschaftliche und technologische Herausforderung. Ein Strukturwandel zeichnet sich durch eine hohe inhaltliche und strukturelle Komplexität aus. Unternehmerische, politische und gesellschaftliche Herausforderungen treffen in besonderem Maße aufeinander. Ökologische Anforderungen im Sinne des Klimaschutzes und der Umsetzung der Energiewende sind im Einklang zu bringen mit Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit.

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Ziele

Für einen Strukturwandel zu einem klimaverträglichen Wirtschaftssystem müssen integrative Lösungsansätze, robuste Zukunftsstrategien für Branchen und Regionen sowie sozial-ökologische Zielvisionen entwickelt werden. Diese sollen dazu beitragen, die im Wandel befindlichen Regionen erstens ökonomisch und politisch zu stabilisieren und sie zweitens ökologisch und sozial nachhaltig zukunftsfest zu gestalten. Dabei ist  es erforderlich die Wechselwirkungen zwischen den gesellschaftlicher Megatrends und dem Klimaschutz zu erfassen und in ganzheitliche Lösungsansätze zu übersetzen. Die Herausforderungen der Gestaltung einer klimaverträglichen und ressourcenleichten Gesellschaft werden dabei zugleich als Chance begriffen.

Thematische Schwerpunkte

Innovationen für die Dekarbonisierung von Industrieregionen stärken: Gerade in Regionen, die in starkem Maße durch energie- und ressourcenintensive (Grundstoff-)Industrien, den dazugehörigen Branchen und Unternehmen geprägt sind, besteht im Rahmen der Transformation zu einer klimaverträglichen und ressourcenleichten Gesellschaft ein besonderer Handlungsdruck. Hier gilt es, mit und über Einzeltechnologien hinaus Innovations- und Implementierungsstrategien zu entwickeln, die eine Transformation zu dekarbonisierten Produktionsstrukturen ermöglichen. Dabei ist es ein Ziel, die Herausforderungen des Klimawandels zugleich als Chance für Innovationen und Wertschöpfungspotenziale zu begreifen. Voraussetzung dafür ist die Regionen  – in all ihrer Vielschichtigkeit und Verschiedenheit – besser zu verstehen und über eine systemische Betrachtungsweise zentrale Ausgangspunkt zur pro-aktiven Gestaltung des nachhaltigen Strukturwandels zu entwickeln.

Ein Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Forschungsbereich Strukturwandel und Innovation liegt primär auf den nicht-technischen Aspekten des Strukturwandels. In die Entwicklung von konkreten Handlungs- und Lösungskonzepten für einen nachhaltigen Strukturwandel beziehen sie umfassende Analysen zu gesellschaftlichen Implikationen mit ein. Grundlage hierfür ist ein tiefgehendes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen technologischen Aspekten, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Dynamiken und den Interessen der jeweiligen Akteurinnen und Akteure aus den genannten Bereichen. Der Forschungsbereich betrachtet dabei nicht nur die energie- und ressourcenintensive Industrie sowie die Energiewirtschaft als Untersuchungsgegenstand, sondern weitere zentrale, vom Strukturwandel betroffene Wirtschaftsbereiche. Auf dieser Basis erarbeiten sie gemeinsam mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren Transformationswissen und übertragen diese in regionale Projekte und Reallabore. Hierdurch gelingt ganz konkrete Beiträge zur  Steuerung von Prozessen für den Strukturwandel zu unterstützen.

Der Forschungsbereich sieht es explizit als seine Aufgabe an, Kenntnisse über Bedürfnisse, Treiber und Hindernisse für die Realisierung eines nachhaltigen Strukturwandels von der regionalen Ebene auf die Bundes- und EU-Ebene zu transferieren und dort ein entsprechendes Problembewusstsein für die Schlüsselrolle der Veränderungsprozesse herzustellen.

Projekte

Hier finden Sie Projekte des Forschungsbereichs: