Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.
02.02.2018

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Jahreswechsel hat sich China aus Umweltschutzgründen entschlossen, den Import gemischter Kunststoffabfälle zu verbieten. Bisher wurde mehr als die Hälfte der deutschen Plastikabfälle nach China verschifft – im vergangenen Jahr rund 560.000 Tonnen. Obwohl wir uns selber oft als "Recyclingweltmeister" darstellen, recyceln wir nur weniger als die Hälfte unserer Kunststoffabfälle, sodass sie wieder als Sekundärrohstoff zur Verfügung stehen. Daher legte die EU-Kommission Mitte Januar 2018 eine europäische Plastikstrategie vor, die unter anderem darauf abzielt, das Entstehen von Kunststoffmüll bis 2030 deutlich zu reduzieren. Zu diesem Thema fertigten Forscherinnen und Forscher des Wuppertal Instituts das Policy Brief "Stepping up waste preventions – challenges and opportunities for national waste prevention programmes" und das In Brief "Abfall vermeiden mit einer transformativen Innovationsagenda" an. Im Policy Brief gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Geschäftsfelds Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut auf die Abfallvermeidung sowie die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen einer umfassenden Vermeidungsstrategie ein. Dafür fehlten bislang die konkreten politischen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise verbindliche und überprüfbare Ziele für die Abfallvermeidung. In dem In Brief geben die Autorinnen und Autoren Empfehlungen, wie sich Deutschland als Vorreiter beim Thema Abfallvermeidung positionieren kann. Zusätzlich gibt das Paper "Transition Towards a Resource Efficient Circular Economy in Europe" einen umfassenden Überblick über aktuelle politische Rahmenbedingungen in der EU.

Neue Chancen und Risiken für die Kreislaufführung von Kunststoffabfällen werden sich auch durch die fortschreitende Digitalisierung ergeben: Dr. Henning Wilts, Leiter des Geschäftsfelds Kreislaufwirtschaft, und Dr. Holger Berg, Projektleiter im Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut, widmeten sich in einem weiteren In Brief daher der "Digitalen Kreislaufwirtschaft", die den Weg in die digitale und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft ebnen soll. Henning Wilts betonte auch im Interview mit den tagesthemen und in der heute+-Sendung am 9. Januar 2018: "Künftig muss sowohl die Industrie mehr recycelte Materialien einsetzen als auch die Recycler bessere Qualität anbieten. Dann steigert die Kreislaufwirtschaft tatsächlich unsere Wettbewerbsfähigkeit." Gleichzeitig bemängelte er in der Sendung "Markt" des WDR, dass beim Verpackungsdesign hunderte Regeln bei Hygiene und Material eingehalten werden müssten, man Recyclingvorschriften aber vergebens suche.

Viel Spaß mit unserer digitalen – und garantiert abfallvermeidenden – Lektüre!
Christin Hasken und Anna Riesenweber


Living Labs sind Erfolgsmodell für Innovationskraft
Praxisnahe und nutzerorientierte Innovationsinfrastrukturen in Deutschland gefordert

Das Positionspapier will bestehende Living-Lab-Infrastrukturen in Deutschland bekannter machen und geeignete Maßnahmen herausstellen.

mehr erfahren


Übergang zu kohlenstoffarmen Städten
Konzeptioneller Rahmen und seine Anwendung auf die Metropolregion Köln

In einem Artikel geht das Autorenteam darauf ein, wie städtische Gebiete durch lokale Projekte, Weiterentwicklungen und Verknüpfung von Entwicklungen zu Transitionen beisteuern.

mehr erfahren


Raus aus der Komfortzone
Ansätze, wie nicht-nachhaltige Praktiken vermieden werden

Der Artikel "Out of the comfort zone!" stellt die absichtsvolle Beendigung von bestehenden (Infra-)Strukturen, Technologien, Produkten und Praktiken vor.

mehr erfahren


Sieben Schlüsselstrategien zur nachhaltigen Politikgestaltung
Report über Ressourceneffizienz veröffentlicht

Der neue Report möchte globale, politische Entscheidungsträgerinnen und -träger auf die Konzepte der Entkopplung und Ressourceneffizienz aufmerksam machen.

mehr erfahren


Die Kluft zwischen Wissen und Handeln
Interdisziplinäre Studie zur Annäherung an eine handlungstheoretisch fundierte Didaktik von Dr. Anna Bliesner-Steckmann

Die Autorin weist nach, dass es neben einer lerntheoretischen auch einer handlungstheoretischen Grundlegung auf psychologischer Basis bedarf.

mehr erfahren


Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft in Europa
Politische Lehren der Europäischen Union und der Mitgliedstaaten

Das Paper "Transition Towards a Resource Efficient Circular Economy in Europe" gibt einen umfassenden Überblick über aktuelle politische Rahmenbedingungen in der EU.

mehr erfahren


Neue Trends für den Hafen Rotterdam
Expertenworkshop zu Dekarbonisierung im Transport- und Logistiksektor

Im Workshop diskutierte das Wuppertal Institut mit dem Hafen Rotterdam über Optionen zukünftiger Geschäftstätigkeiten zu Dekarbonisierung des Transport- und Logistiksektors.

mehr erfahren



Einstellungen ändern

Sie erhalten diese E-Mail als Abonnent/-in unseres Newsletters unter der Adresse ###USER_email###

› Adresse ändern

› Newsletter abmelden

› deutschen Newsletter abonnieren

› englischen Newsletter abonnieren

Impressum

Verantwortlich:

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Döppersberg 19, 42103 Wuppertal
Tel.: +49 202 2492-0, Fax: +49 202 2492-108
Redaktion: Christin Hasken
E-Mail: internet-redaktion@wupperinst.org
Internet: wupperinst.org

Das Wuppertal Institut übernimmt keine Gewähr für die Inhalte verlinkter externer Webseiten. Weitere rechtliche Hinweise entnehmen Sie dem Impressum und den Datenschutzhinweisen auf der Webseite des Wuppertal Instituts. Hinweise zu den verwendeten Fotos finden Sie auf den genannten Webseiten oder im Impressum.

› Impressum auf der Webseite

› Datenschutzerklärung auf der Webseite