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05.10.2018
Foto: Wuppertal Institut

Liebe Leserinnen und Leser,

"Wir sind Recyclingweltmeister!", sagen die Deutschen oftmals stolz. Im Recycling sind wir also ganz weit vorne – bei der Abfallvermeidung hingegen leider nicht und das ist das eigentliche Problem. Wir verursachen zu viel Müll, sind uns eigentlich dessen bewusst und werden der Lage dennoch nicht Herr. Dies ist ein weit verbreitetes Problem. Jüngst berichteten die Medien, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, über die neue Studie What a Waste 2.0. Diese warnt, dass die weltweiten Müllberge weiter stark zunehmen werden: Die Weltbank-Studie prognostizierte erschreckende 70 Prozent mehr Müll, die bis 2050 anfallen.
Deutschland als selbsternannter "Recycling-Weltmeister" ist Europas Schlusslicht bei der Abfallvermeidung und beim Verpackungsabfallaufkommen: Mit 220,5 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2016 verursachte kein Land in Europa mehr Verpackungsabfall. Die Europäische Kommission hat einzelne Einwegprodukte wie Ballonhalter verboten, das Thema Verpackungen aber noch nicht weiter behandelt.

Deutschland fokussiert sich mit dem neuen Verpackungsgesetz lediglich auf steigende Recyclingquoten – von aktuell 36 Prozent auf in Zukunft 63 Prozent – und lässt das Thema Abfallvermeidung erneut außen vor. Allerdings sollen Verpackungen, die schlecht recycelbar sind, teurer werden. Anders als in anderen Ländern hat Deutschland aber kein verbindliches Ziel für die Abfallvermeidung. Über das neue Verpackungsgesetz sprach Dr. Henning Wilts, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut, im ARD-Morgenmagazin und stellte auch einen Faktencheck zu "Der Plastikfluch" für Maischberger zusammen. Gerade, wenn es um Produktverpackungen geht, die sich schlecht wiederverwenden lassen, ist die Abfallvermeidung der beste Weg. Dies machen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut auch im In Brief "Abfall vermeiden mit einer transformativen Innovationsagenda" deutlich.

Das Wuppertal Institut entwirft jedoch nicht nur zukunftsfähige Visionen, sondern begleitet die Transformation zur Kreislaufwirtschaft auch ganz konkret vor Ort. Immer mehr Initiativen widmen sich unter dem Motto "ReUse" der Förderung von "Wiederverwenden statt Wegwerfen": Statt Produkte wegzuwerfen, wechseln sie den Besitzer und werden wiederverwendet. Das Leitbild "Zero Waste" will die Berliner Abfallwirtschaft zu einer modernen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft transformieren. Innerhalb des Projekts "Zero Waste Berlin – Abfallvermeidung durch Wiederverwendung" starteten jetzt verschiedene Aktionen – darunter Marktsammeltage, Sammelwochen, ein Pop-up-Store mit Gebrauchtwaren sowie ein Ideenwettbewerb. Diese Maßnahmen werden gemeinsam mit der "Re-Use Berlin"-Initiative durchgeführt. "Wir sind sehr gespannt, welche der verschiedenen Sammelaktionen am besten von den Berliner Bürgerinnen und Bürgen angenommen werden", sagt Susanne Fischer, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut.

Helfen Sie mit Müll zu vermeiden und Produkte wiederzuverwenden!
Christin Hasken und Anna Riesenweber














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