Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.
07.06.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

über 320.000 Schülerinnen und Schüler aus mehr als 280 Städten Deutschlands demonstrierten zwei Tage vor der Europawahl für mehr Klimaschutz. Der Schulstreik der Fridays-for-Future-Bewegung rückte die Europawahl damit auch in den Fokus politischer Debatten und machte sie zur "Klimawahl".
Das Wuppertal Institut begleitete die Klima-Demo in Wuppertal unter dem Motto "Globaler Klimastreik zur Europawahl" mit wissenschaftlichem Input: Neben einer Keynote von Dr. Henning Wilts, Leiter der Abteilung Kreislaufwirtschaft, diskutierte Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, unter anderem mit dem Wuppertaler CDU-Vorsitzenden Matthias Nocke, dem SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh sowie Jan Ovelgönne, Bündnis 90/Die Grünen, auf dem Wuppertaler Laurentiusplatz über die zukünftige Klimapolitik in Europa.
Für einen erfolgreichen Klimaschutz sind alle gefordert, die Politik genauso wie Industrie und Zivilgesellschaft. "Insgesamt geht es darum, dass ein neues Selbstverständnis zum Handeln geschaffen wird", sagte Manfred Fischedick im Handelsblatt. "Die Protestwellen von Fridays for Future haben hierfür eine ganz wichtige katalytische Funktion", fügt er hinzu.

Zusätzliche Aufmerksamkeit bringen Videos, wie das des Youtubers Rezo, das rund eine Woche vor der Europawahl online ging und inzwischen rund 14,6 Millionen Klicks zählt, sowie das der Wissenschaftlerin und Youtuberin maiLab. Sie zeigen, dass moderne onlinebasierte Wissenschaftskommunikation eine höhere Reichweite erzielen kann als manch wissenschaftliche Studie. Doch was ist das Besondere dieser Art der Kommunikation in der emotional wie auch technisch aufgeladenen Debatte um den Klimawandel? Antworten darauf gibt Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, in seiner aktuellen MERTON-Kolumne "YouTuber, Fridays for Future und die Wissenschaftskommunikation".

Millionen Klicks und hohe Reichweiten bringen eine breite Aufmerksamkeit und Schwung in die Klimadebatte und erhöhen den Druck nach Antworten auf die Bewältigung der globalen Problematik. Wie sieht die Umsetzung von Klimaschutz konkret aus? Wie gelingt beispielsweise die europaweite Energiewende und wie lässt sich das Energiesystem vollständig dekarbonisieren? Das zeigen Prof. Dr. Peter Hennicke, Jana Rasch und Judith Schröder vom Wuppertal Institut sowie Dr. Daniel Lorberg von der Bergischen Universität Wuppertal in ihrem neuen Buch "Die Energiewende in Europa – Eine Fortschrittsvision". Es dient als Diskussionsgrundlage über neue Ansätze für die europäische Energiewende, denn: "Europa ohne Kohle und Uran ist eine realisierbare Strategie, für die es sich zu kämpfen lohnt", betont Prof. Dr. Peter Hennicke, Senior Advisor am Wuppertal Institut.

Eine weitere Möglichkeit, die Klimaziele zu erreichen, ist die flächendeckende Besteuerung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes – auch CO2-Steuer genannt. Dies allein reiche aber nicht aus, betonen Lukas Hermwille, Manfred Fischedick und Johannes Thema vom Wuppertal Institut in ihrem Gastbeitrag in ZEIT Online. Eine CO2-Steuer sei allerdings ein Schritt in die richtige Richtung, wie Fischedick im Interview mit SAT1 und Phoenix sagte. Letztlich komme es darauf an, wie die CO2-Steuer ausgestaltet werde. Dass ein massiver Ausbau regenerativer Energien auch naturverträglich möglich ist, zeigte das Wuppertal Institut in einer aktuellen Studie für den Naturschutzbund (NABU).

In den nächsten Monaten können und müssen wichtige Weichen für den Klimaschutz gestellt werden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Ende Mai einen konkreten Vorschlag für ein Klimaschutzgesetz vorgelegt, der nun im Klimakabinett diskutiert wird und durch konkrete Maßnahmen hinterlegt werden muss. Das Gesetz sieht vor, dass die deutschen Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 sinken sollen. Es benennt sektorspezifische Ziele und zeigt einen Fahrplan auf, wie die Emissionen sinken sollen. Das Klimakabinett will im Herbst dieses Jahres über die Maßnahmen entscheiden.

Bleiben Sie informiert via #MakingParisPossible!
Christin Hasken und Anna Riesenweber

Pressemitteilungen



Projekte




Publikationen





Personalia & Kooperationen





weitere Termine

Einstellungen ändern

Sie erhalten diese E-Mail als Abonnent/-in unseres Newsletters unter der Adresse ###USER_email###

› Adresse ändern

› Newsletter abmelden

› deutschen Newsletter abonnieren

› englischen Newsletter abonnieren

Impressum

Verantwortlich:

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Döppersberg 19, 42103 Wuppertal
Tel.: +49 202 2492-0, Fax: +49 202 2492-108
Redaktion: Christin Hasken
E-Mail: internet-redaktion@wupperinst.org
Internet: wupperinst.org

Das Wuppertal Institut übernimmt keine Gewähr für die Inhalte verlinkter externer Webseiten. Weitere rechtliche Hinweise entnehmen Sie dem Impressum und den Datenschutzhinweisen auf der Webseite des Wuppertal Instituts. Hinweise zu den verwendeten Fotos finden Sie auf den genannten Webseiten oder im Impressum.

› Impressum auf der Webseite

› Datenschutzerklärung auf der Webseite