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14.08.2020

Liebe Leserinnen und Leser,

nach dem Lockdown im Frühjahr 2020 verlegten viele Menschen ihren Arbeitsplatz innerhalb kürzester Zeit aus dem Büro nach Hause. In Zeiten der Krise hat die Digitalisierung neue Arbeits- und damit Lebensmodelle eröffnet. Damit verbunden ist auch eine veränderte Wahrnehmung von Zeitbudgets im Alltag. Doch wie viel Zeit investieren wir täglich in den Job und wie nutzen wir unsere Freizeit? Und wie sieht die Arbeit der Zukunft aus?
Prof. Dr. Christa Liedtke und Dr. Anne Caplan aus der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut fordern in ihrem aktuellen Diskussionspapier "Arbeit ist das halbe Leben!?" nachhaltige und resiliente Arbeitsmodelle zu etablieren, um so die neu gewonnene Achtsamkeit für Zeit als Chance zu nutzen, die Arbeits- und Alltagswelt umzukrempeln. Die beiden Autorinnen nehmen dafür Zeit als wertvolle Ressource in den Fokus. Sie gehen der Frage nach, wofür die Menschen ihre Zeit investieren und verwenden wollen. "Die Zeit, die für den Arbeitsweg aufgewendet wird, fehlt oft in anderen Bereichen, etwa um sie mit Freunden oder der Familie zu verbringen oder für das Ehrenamt oder Hobbys. Das verändert auch die Konsumgewohnheiten", sagt Prof. Dr. Christa Liedtke, Leiterin der Abteilung Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren am Wuppertal Institut und Professorin für Nachhaltiges Design an der Folkwang Universität der Künste. Denn Menschen, die täglich zur Arbeit pendeln, kompensieren den Zeitverlust häufig mit schnelleren Autos und einem Saugroboter im Haushalt – was zusätzlich Ressourcen verbraucht.

Konsum- und Bewegungsverhalten nachhaltiger gestalten

Neben dem Konsumverhalten veränderte die Corona-Pandemie auch das Bewegungsverhalten der Deutschen. Die Studie "Zwischenbilanz COVID-19: Umweltpolitik und Digitalisierung" des Wuppertal Instituts und der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY geht davon aus, dass sich der gesamte Personenverkehr um acht Prozent reduzieren lässt, wenn zeitnah Homeoffice und das virtuelle Arbeitsleben gefördert würden.
Ein ressourcenschonender Lebensstil ist aber nicht nur vom Weg zur Arbeit abhängig, sondern wirkt sich auf viele Konsumbereiche wie Wohnen, Ernährung und Mobilität aus. Der persönliche "ökologische Rucksack" lässt sich mithilfe des Ressourcen-Rechners ermitteln. Dieser addiert das Gewicht aller natürlichen Rohstoffe, die für Wohnen, Konsum, Ernährung, Freizeit, Mobilität und Urlaub anfallen, und gibt Tipps, um den seinen eigenen "Rucksack zu verkleinern".
Die Browseranwendung SUSLA berücksichtigt neben dem Ressourcenverbrauch auch den CO2-Fußabdruck. Die wissenschaftsbasierte Coaching-App berechnet die Umweltwirkungen des Lebensstils. Die Nutzenden wählen dafür individuell Maßnahmen aus und erstellen ihren persönlichen Plan für ihren Alltag. Derzeit sucht das Wuppertal Institut Testpersonen für die Beta-Version der App. Zudem können alle Interessierten sich ab sofort in der Facebook-Gruppe "SUSLA Deutschland" austauschen und vernetzen.

Nachhaltige Ernährung und nachhaltigen Konsum und deren Produktion vorantreiben

Welche Rolle speziell die Ernährung bei einem nachhaltigen Lebensstil spielt und wieso sie ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist, erklärt Dr. Melanie Speck, Co-Leiterin des Forschungsbereichs Produkt- und Konsumsysteme am Wuppertal Institut, in einer YouTube-Videobotschaft. Darin geht sie auf die ökologische Dimension einer nachhaltigen Ernährung ein.

Während der Corona-Pandemie spitzte sich die Berichterstattung hinsichtlich der Bedingungen, unter denen Lebensmittel produziert werden, zu und zeigte, dass viele Probleme nach wie vor ungelöst sind. Das verdeutlichte, wie notwendig die Entwicklung nachhaltiger und zukunftsfähiger Konzepte für das Wirtschaften und Leben ist. Zentral ist dabei die Frage, wie eine nachhaltige Transformation der Produktions- und Konsumstrukturen politisch erfolgreich gestaltet werden kann. Vor diesem Hintergrund veröffentlichte der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) der Bundesregierung das Policy Brief "Nachhaltigen Konsum und nachhaltige Produktion ermöglichen", in dem Christa Liedtke federführende Autorin ist. Das Autorenteam empfiehlt acht Maßnahmen, mit denen die Verbraucherpolitik im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie dazu beitragen kann, den Konsum nachhaltiger zu gestalten.

Eine nachhaltige Lektüre wünschen
Christin Hasken und Anna Riesenweber

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