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18.11.2019

Liebe Leserinnen und Leser,

während der Konferenz "Wasserstoff und Energie", die am 5. November 2019 in Berlin stattfand, betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, dass gasförmige Energieträger, allen voran Wasserstoff, zu den Schlüsselrohstoffen einer langfristig erfolgreichen Energiewende gehören. Die Herstellung von CO2-freiem und CO2-neutralem Wasserstoff böte überdies industriepolitische Chancen, wofür jetzt die Weichen gestellt werden müssten, damit Deutschland bei der Wasserstofftechnologie zur Nummer eins weltweit werde. Der Rohstoff biete industriepolitisch viel Potenzial und solle daher zu einer wichtigen Säule der deutschen Energiewende werden.
Im Zentrum der Überlegungen steht der sogenannte grüne Wasserstoff, der durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, beispielsweise aus Windenergie. Insbesondere die energieintensive Industrie hat einen großen Bedarf an grünem Wasserstoff, wenn auf eine CO2-neutrale Produktion umgestellt wird. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich darüber hinaus im Verkehr. Bis zum Jahresende will die Bundesregierung eine Wasserstoffstrategie mit einem Aktionsplan erarbeiten und vorstellen.

In diesem Kontext erschien am 30. Oktober das Diskussionspapier "Wasserstoff als Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende: Den Einstieg jetzt ermöglichen" im Rahmen der Initiative IN4climate.NRW der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (NRW), an der auch das Wuppertal Institut maßgeblich beteiligt ist. Das Papier skizziert die Herausforderungen, die im Aufbau der nötigen Infrastruktur liegen und richtet sich mit klaren Handlungsempfehlungen auch an die Politik. "Wasserstoff kann nur dann eine tragende Säule der Energiewende sein, wenn die entsprechenden infrastrukturellen und Markt betreffenden Rahmenbedingungen geschaffen werden", sagt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff und dem zentralen Beitrag des Energieträgers für die Sektorenkopplung geht das Autorenteam des Papiers davon aus, dass zukünftig mit einem hohen Wasserstoffbedarf zu rechnen sei – dieser kann aktuellen Szenarien zufolge bei bis zu über 600 Terrawattstunden pro Jahr liegen.

"Nordrhein-Westfalen ist durch seine zentrale Lage in Europa und dank seiner exzellent aufgestellten Industrie und Forschungslandschaft die ideale Modellregion für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und kann zum Kristallisationskeim für Deutschland und Europa werden", ergänzt Fischedick, der die Arbeitsgruppe Wasserstoff bei IN4climate.NRW als Co-Leiter anführt. Die wissenschaftlichen Arbeiten für die Arbeitsgruppe sind eingebunden in das vom Wuppertal Institut federführend geleitete Projekt SCI4climate.NRW. Ziel dieser Initiative ist es, Beiträge dafür zu leisten, die Industrie bis 2050 klimaneutral und zukunftsfähig zu machen. Hierfür erfolgt eine wissenschaftliche Betrachtung der technologischen, ökologischen, ökonomischen, institutionellen und (infra-)strukturellen Systemherausforderungen für den zu organisierenden Transformationsprozess NRW und die dort ansässigen produzierenden Unternehmen der energieintensiven Industrie.

Wasserstoff ist bereits seit vielen Jahren ein Forschungsthema im Institut. Beispielhaft für die vielen Studien und Pilotprojekte, die durchgeführt wurden, steht das Projekt "Wasserstoff-Studie: H2 als Energieträger und Kraftstoff – Fakten, Trends und Perspektiven". In der von Shell in Auftrag gegebenen Studie befasst sich das Wuppertal Institut mit dem aktuellen Stand von Wasserstoffgewinnung und -transport sowie -anwendungstechnologien und geht auf die Potenziale und Perspektiven von Wasserstoff als Energieträger und Kraftstoff ein.

Arbeiten Sie mit uns an dem Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur von morgen!
Christin Hasken und Anna Riesenweber

Pressemitteilungen


"Zehn Gebote zur Ökoerlösung"

Politischer Protest wichtiger als Konsumverzicht

In seinem neuen Buch "Schluss mit der Ökomoral!" zeigt Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut "Wie wir die Welt retten, ohne ständig daran zu denken".

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Klimaschutzprogramm 2030 verabschiedet

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Projekt PuR: Strategien zur Verpackungsvermeidung

Die Nachwuchsgruppe will ergründen, warum so viel Verpackungsabfall entsteht und entwirft geeignete Strategien, um ihn zu vermeiden.

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Projekte

Initiative environMENTALISE gestartet

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Das Projekt Urban Pathways rief die Initiative "environMENTALISE – Co-creating safe, friendly and green neighbourhoods" ins Leben.

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Internationale Klimapolitik abseits der üblichen Wege

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Der Bericht bewertet das Versprechen und Potenzial für eine internationale Governance, deren verbleibenden Lücken sowie Möglichkeiten, diese zu überwinden.

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Nigerias Entwicklungs- und Klimaziele

Stromzugang und Klimaziele in Afrika

Die Studie "Achieving Sustainable Development Goals in Nigeria's power sector" bewertet Wege, wie sich Stromzugang und Klimaziele in Afrika erreichen lassen.

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Erfolgreiche DoNaPart-Abschlusstagung

Veranstaltung fasst Ergebnisse zusammen

Der sozial-ökologische Wandel in der Stadt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Dies stand auch im Fokus des Projekts "Dortmund. Nachhaltigkeit. Partizipation.", kurz DoNaPart.

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Politische Handlungsfähigkeit von Städten verbessern

SPROUT-Auftakttreffen in Saragossa

Mit Start des Forschungsprojekts "Sustainable Policy Response to Urban Mobility Transition" (SPROUT) fand ein erstes Treffen Mitte September statt.

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Betriebliche Mobilität verbessern

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Die Broschüre "Betriebliche Mobilität im Quartier gemeinsam verbessern" fasst die Ergebnisse des dreijährigen Projektes "BMM HOCH DREI“ für die Praxis zusammen.

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Analyse der Stromerzeugung in MENA-Ländern

Präferenz lokaler Akteurinnen und Akteure für Erneuerbare

Auf Basis des Projekts MENA SELECT zeigt der Artikel, wie konkrete Zukunftsszenarien aussehen und wie sie von den lokalen Akteurinnen und Akteurin bewertet werden.

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Einsparpotenzial von Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung

Konferenzartikel zum Projekt HiEff-BioPower

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Energiewende durch Digitalisierung in der Industrie

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Publikationen

Partizipation fördert nachhaltige Wirkung von Forschung

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Ambitioniertes Handeln

Neue "Carbon Mechanisms Review" erschienen

Die Ausgabe geht auf mögliche Fallstricke ein und wie die Maßnahmen sich am besten mit der nationalen Politik des jeweiligen Gastgeberlandes koordinieren lassen.

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Nationaler Klimastreik

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Anlässlich des Klimastreiks veröffentlicht das Wuppertal Institut ein neues Diskussionspapier zur Bepreisung der Klimawirkung von Treibhausgasemissionen.

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Gebäudeenergiegesetz unter der Lupe

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Der Artikel geht darauf ein, dass der Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes im Widerspruch zum klimapolitischen Aufbruch der Großen Koalition nach der Europawahl steht.

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Erfolg der Kreislaufwirtschaft messen

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Personalia & Kooperationen

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München soll Zero Waste City werden

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